12.000 Kinder verlieren Anspruch auf kasachischen Kinderfonds nach Staatsbürgerschaftsverlust
Lina Seidel12.000 Kinder verlieren Anspruch auf kasachischen Kinderfonds nach Staatsbürgerschaftsverlust
Fast 12.000 Kinder wurden aus dem kasachischen Nationalen Kinderfonds gestrichen, nachdem sie ihre Staatsbürgerschaft verloren hatten. Die Entscheidung hat beim Präsidenten der Nationalbank des Landes Fragen aufgeworfen. Der Fonds, der 2024 ins Leben gerufen wurde, unterstützt junge Bürgerinnen und Bürger durch staatliche Zuschüsse und Erträge aus Kapitalanlagen.
Das Programm des Nationalen Kinderfonds startete am 1. Januar 2024 und sieht für jedes registrierte Kind eine jährliche Zahlung vor. Bis Ende 2025 waren 6.918.656 Kinder in das Programm aufgenommen worden. In jenem Jahr erhielt jedes teilnehmende Kind einen Betrag von umgerechnet 122,30 Euro auf seinem Konto.
Wie der Einheitliche Akkumulationsrentenfonds kürzlich bekannt gab, wurden 12.000 Kinder aus dem System entfernt. Diese Kinder hatten ihre kasachische Staatsangehörigkeit aufgegeben und verlieren damit den Anspruch auf weitere Leistungen. Timur Suleimenow, der Vorsitzende der kasachischen Nationalbank, hinterfragte öffentlich die Entscheidung, sie auszuschließen.
Innerhalb von drei Jahren summierte sich der angesparte Betrag pro Kind – inklusive der Investmenterträge – auf etwa 346 Euro. Scheidet ein Kind aus dem Programm aus, werden seine Mittel unter den verbleibenden Teilnehmern neu verteilt. Suleimenow bestätigte, dass der Verlust der Staatsbürgerschaft automatisch den Anspruch auf die Zahlungen erlöschen lässt.
Die Regeln des Fonds sehen vor, dass nur kasachische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger weiterhin von dem Programm profitieren. Kinder, die ihre Staatsangehörigkeit verlieren, verlieren auch ihre angesparten Gelder, die dann an die übrigen berechtigten Teilnehmer fließen. Diese Praxis stellt sicher, dass alle verbleibenden Kinder einen Anteil an den umverteilten Mitteln erhalten.






