72 Familien in Estepona warten vergeblich auf ihre bezahlten Wohnungen
Emil Lange72 Familien in Estepona warten vergeblich auf ihre bezahlten Wohnungen
72 Haushalte im Wohnkomplex Alma in Estepona können nicht in ihre neuen Wohnungen einziehen
Die Bewohner des Alma-Wohnkomplexes in Estepona warten weiterhin vergeblich auf ihren Umzug: 72 Haushalte können ihre gekauften Wohnungen nicht beziehen – Grund sind eine fehlende dauerhafte Stromversorgung und eine noch nicht erteilte Wohnraumbewilligung. Die Betroffenen verschärfen nun ihren Kampf um eine Lösung: Proteste sind geplant, und der juristische Druck wächst.
Auslöser des Problems sind die begrenzte Netzkapazität und wiederholte Verzögerungen bei der Aufrüstung des Umspannwerks in Benahavís. Dadurch steht dem Alma-Komplex nicht genug Strom für eine dauerhafte Nutzung zur Verfügung. Die Käufer werfen den lokalen Behörden vor, die Baugenehmigung für den Stromanschluss erteilt zu haben, ohne zu prüfen, ob das Netz später auch die fertigen Wohnungen versorgen könnte.
Die Anwohner führen zwar wöchentliche Gespräche mit Vertretern der Stadt Estepona, doch nach ihren Angaben kommt der Prozess nicht voran. Das Rathaus hat den Energiekonzern Endesa bereits an die CNMC, die spanische Energieregulierungsbehörde, verwiesen und eine dauerhafte Lösung gefordert. Endesa soll jedoch spätere Anfragen der Stadt nach alternativen Lösungen ignoriert haben.
Der Bauträger hat den Käufern inzwischen einen vorläufigen Ausweg angeboten: die Unterzeichnung der Kaufverträge unter eingeschränkten Bedingungen vor einer Frist im April 2026. Doch die Familien lehnen dies ab – mit Verweis auf erhebliche Nachteile und finanzielle Risiken. Viele wollen auch nicht von ihren Verträgen zurücktreten, da steigende Immobilienpreise und Hypothekenzinsen einen Ausstieg unerschwinglich machen.
Da keine Lösung in Sicht ist, organisieren die Betroffenen nun für den 10. April eine Demonstration in Málaga. Ihr Ziel: den öffentlichen Druck auf die Verantwortlichen aufrechterhalten und die Thematik in der Öffentlichkeit präsent halten.
Die Pattsituation lässt 72 Familien in der Schwebe – sie können ihre bereits bezahlten Wohnungen nicht beziehen. Ohne dauerhafte Stromversorgung und Wohnraumbewilligung bleibt ihre Lage ungelöst. Die anstehende Protestaktion und die laufenden Verhandlungen mit den Behörden sind ihr jüngster Vorstoß, um endlich Antworten zu erhalten.






