74 Tote in Bau- und Reinigungsbranche: Jeder vierte Tag ein tödlicher Unfall
Emil Lange74 Tote in Bau- und Reinigungsbranche: Jeder vierte Tag ein tödlicher Unfall
Im Jahr 2024 starben in Deutschlands Bau- und Reinigungsbranche 74 Beschäftigte bei Arbeitsunfällen – das entspricht etwa einem tödlichen Unfall alle vier Arbeitstage. Nun fordern Branchenverbände strengere Sicherheitsvorkehrungen, um weitere Tragödien zu verhindern.
Die aktuellen Zahlen zeigen zwar einen leichten Rückgang der Todesfälle im Vergleich zum Vorjahr – vier weniger als 2023 –, doch Gewerkschaften und Arbeitsschutzorganisationen warnen, dass viele Unfälle vermeidbar seien. Die beiden wichtigen Branchenverbände BG BAU und IG BAU betonten, dass jeder Arbeitnehmer am Ende des Tages sicher nach Hause zurückkehren sollte.
Mathias Neuser, kommissarischer Vorsitzender des Vorstands von BG BAU, hob hervor, dass Sicherheit sowohl von unternehmerischen Entscheidungen als auch vom Verhalten der Einzelnen abhänge. Er rief Unternehmen dazu auf, Schutzmaßnahmen konsequent umzusetzen, und ermutigte Beschäftigte, unsichere Arbeitsbedingungen abzulehnen. Die Verbände verzeichneten zudem 400 Todesfälle im Jahr 2025 durch Berufskrankheiten, die oft auf frühere Belastungen durch Staub oder Asbest zurückzuführen sind.
Beide Organisationen bestanden darauf, dass konsequenter Arbeitsschutz Leben retten könne. Sie appellierten an Arbeitgeber und Arbeitnehmer, den Schutz am Arbeitsplatz als gemeinsame Verantwortung zu begreifen.
Trotz des leichten Rückgangs tödlicher Unfälle bleiben die Bau- und Reinigungsbranche hochriskant. BG BAU und IG BAU setzen sich weiterhin für höhere Sicherheitsstandards ein, um vermeidbare Todesfälle zu reduzieren. Ihre Botschaft ist klar: Kein Arbeitnehmer darf wegen unsicherer Arbeitsbedingungen sein Leben verlieren.






