8. Mai: Politiker warnen vor Hass und erinnern an die Befreiung vom NS-Regime
Mila Voigt8. Mai: Politiker warnen vor Hass und erinnern an die Befreiung vom NS-Regime
Politiker aus ganz Deutschland haben den 8. Mai mit Reflexionen über die Befreiung und Warnungen vor wachsendem Hass begangen. Vertreter von CDU, Grünen, Linken und SPD äußerten sich zur Bedeutung des Tages, während gleichzeitig Debatten über sowjetische Kriegsdenkmäler und deren heutige politische Instrumentalisierung aufkamen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bezeichnete den 8. Mai als Tag der Befreiung für Millionen Menschen in Deutschland und Europa. Er betonte, wie wichtig es sei, sich daran zu erinnern, wohin Hass führen kann, und rief zu einem geschlossenen Eintreten für Demokratie und ein starkes Europa auf.
Der grüne Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir schrieb auf X, der Tag markiere das Ende eines Regimes, das Millionen entmenschlicht und weltweites Leid verursacht habe. Er mahnte, Freiheit, Menschenwürde und friedliches Zusammenleben zu verteidigen.
Katrin Göring-Eckardt, ebenfalls von den Grünen, erinnerte an die Erleichterung über die Niederlage des NS-Regimes, kritisierte aber zugleich Russlands Nutzung sowjetischer Kriegsdenkmäler für propagandistische Zwecke. Sie wies darauf hin, dass diese Denkmäler oft andere Nationalitäten übergingen, die in der Roten Armee gekämpft hätten.
Unterdessen besuchten Abgeordnete der Linksfraktion das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park und legten einen Kranz nieder. Bundestagsvizpräsident Bodo Ramelow (Linke) dankte auf Bluesky allen, die sich gegen Unterdrückung gestellt hatten.
Die SPD warnte in einer eigenen Stellungnahme vor rechtsextremen und rassistischen Kräften, die ein Klima der Angst schüren. Der Partei zufolge bestehe die Gefahr von Spaltung und Hass auch in der heutigen Gesellschaft fort.
Der Jahrestag stand im Zeichen von Erinnerung und politischer Auseinandersetzung. Während die Verantwortlichen der Vergangenheit gedachten, richteten sich die Diskussionen auch auf aktuelle Herausforderungen – von der Sorge um Propaganda bis hin zu den Gefahren des Extremismus. Der Tag diente als Mahnung, historische Lehren zu verinnerlichen und sich weiterhin für demokratische Werte einzusetzen.






