ABS-CBN 2025: Content-Boom gleicht Kabel-TV-Einbruch nur teilweise aus
Lina SeidelABS-CBN 2025: Content-Boom gleicht Kabel-TV-Einbruch nur teilweise aus
Die ABS-CBN Corporation verzeichnete für das Jahr 2025 eine gemischte finanzielle Entwicklung: Während einige Bereiche deutliche Zuwächse verbuchen konnten, mussten andere Rückgänge hinnehmen. Besonders erfolgreich war der Geschäftsbereich Content-Produktion und -Vertrieb, dessen Umsätze stiegen, während das Segment Kabel-TV und Breitbandinternet mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Insgesamt verringerte sich der wiederkehrende Nettoverlust der Gruppe, obwohl der Gesamtumsatz um 9 % auf ₱15,85 Milliarden (ca. 258 Millionen Euro) zurückging.
Der Bereich Content-Produktion und -Vertrieb blieb der größte Lichtblick: Hier stieg der Umsatz um 5 % auf ₱12,59 Milliarden. Allein die Werbeeinnahmen legten um ₱421 Millionen zu – angetrieben durch wahlkampfbedingte Ausgaben und erfolgreiche Primetime-Formate. Gleichzeitig sanken die Betriebskosten in diesem Segment um 9 %, was Einsparungen von ₱1,43 Milliarden ermöglichte. Der wiederkehrende Nettoverlust verringerte sich um 11 % auf ₱2,54 Milliarden.
Innerhalb der Sparte war das Digitale Geschäft der wichtigste Wachstumstreiber: Die Direktkunden-Umsätze erreichten ₱1,03 Milliarden. Star Cinema dominierte die lokalen Kinocharts und produzierte die drei umsatzstärksten philippinischen Filme des Jahres, darunter "Call Me Mother" mit Einnahmen von ₱389 Millionen. Die Verbraucherumsätze aus Film, Musik und Live-Events stiegen um 4 % auf ₱5,46 Milliarden.
Unterdessen baute ABS-CBN Global seine internationale Präsenz aus und veranstaltete 2025 29 Events weltweit. Zu den größten zählten die Jubiläumskonzerte "ASAP Natin 'To" zum 30-jährigen Bestehen in Birmingham und Vancouver. Trotz dieser Erfolge sank der konsolidierte Gruppenumsatz um 9 %, vor allem wegen eines 39-prozentigen Einbruchs bei den Einnahmen aus Kabel-TV und Breitband.
Auf Konzernebene verringerte sich der wiederkehrende konsolidierte Nettoverlust um ₱588 Millionen. Die Steigerungen bei Content- und Digitalumsätzen halfen, die Verluste in anderen Bereichen auszugleichen. Dennoch belastete der starke Rückgang im Kabel-TV- und Breitbandsegment die Gesamtbilanz spürbar.






