02 May 2026, 08:32

Ackerbohnenanbau in Europa verdoppelt: Diese Vorteile bringt die Trendwende für Umwelt und Landwirtschaft

Drei grüne Fava-Bohnen auf einem Felsen umgeben von Steinen und trockenen Blättern.

Ackerbohnenanbau in Europa verdoppelt: Diese Vorteile bringt die Trendwende für Umwelt und Landwirtschaft

Neuer Bericht: Verdopplung des Ackerbohnenanbaus in Europa bringt erhebliche Vorteile

Eine aktuelle Studie unterstreicht die positiven Effekte einer Verdopplung der Ackerbohnenproduktion in Europa. Dadurch ließe sich der Einsatz chemischer Düngemittel jährlich um 63.000 Tonnen reduzieren, während die Einkommen der Landwirt:innen um bis zu 20 % steigen könnten. Expert:innen rechnen zudem mit beträchtlichen Einsparungen im Gesundheitswesen, da die Kulturpflanze zu besseren öffentlichen Gesundheitsergebnissen beiträgt.

Ackerbohnen binden auf natürliche Weise Stickstoff im Boden und verringern so den Bedarf an synthetischen Düngern. Dieser Prozess senkt nicht nur die Produktionskosten für Bäuer:innen, sondern reduziert auch den Pestizideinsatz um über 200 Tonnen pro Jahr. Bei einer Ausweitung der Produktion könnte Europa den Import von Proteinfuttermitteln um 350.000 Tonnen verringern und damit die Abhängigkeit von externen Lieferketten mildern.

Die Nachfrage nach Ackerbohnen dürfte bis 2040 auf das Doppelte steigen, wobei voraussichtlich 32 % für den menschlichen Verzehr und 20 % für den Export bestimmt sind. Derzeit fließen etwa 85 % der europäischen Ernte in die Tierfütterung. Eine teilweise Umstellung auf Lebensmittel für den menschlichen Konsum könnte die Ernährung verbessern. Gesundheitsmodelle deuten darauf hin, dass sich dadurch die Raten von Herzerkrankungen und Typ-2-Diabetes senken ließen – mit potenziellen Einsparungen von 42 Millionen Euro im Gesundheitssektor.

Trotz des Potenzials bleiben Herausforderungen bestehen: Geringe Erträge, schwankende Qualität und begrenzte Verarbeitungsmöglichkeiten bremsen das Wachstum. Zudem hemmen eine schwache Marktnachfrage und zersplitterte Lieferketten den Fortschritt. Der Bericht fordert abgestimmte Maßnahmen von Landwirt:innen, Verarbeitungsbetrieben und Politiker:innen, um diese Hürden zu überwinden.

Eine Ausweitung des Ackerbohnenanbaus könnte die Ernährungssicherheit Europas stärken und die Umweltbelastung verringern. Landwirt:innen würden von höheren Einkommen profitieren, während Gesundheitssysteme durch eine verbesserte öffentliche Gesundheit Kosten sparen könnten. Der Erfolg hängt jedoch davon ab, die aktuellen Produktions- und Marktengpässe durch gemeinsame Anstrengungen der gesamten Branche zu bewältigen.

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