22 March 2026, 06:36

"Adler der Republik"-Star Hassan El Sayed in Ägypten inhaftiert – Team fordert Freilassung

Eine Gruppe ägyptischer Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo mit ägyptischen Flaggen und einem Plakat mit einem Personenbild.

"Adler der Republik"-Star Hassan El Sayed in Ägypten inhaftiert – Team fordert Freilassung

Das Team hinter "Adler der Republik" – ein Film, der im Mai 2025 in Cannes Premiere feierte – fordert die Freilassung des Schauspielers Hassan El Sayed aus ägyptischer Haft. Der 38-Jährige, bekannt durch Rollen in "Die Verschwörung von Kairo" und "Der Verführer", war am 20. Dezember 2025 am Flughafen Kairo unter Vorwürfen festgenommen worden, die seine Kollegen als haltlos bezeichnen.

El Sayed, der sowohl die deutsche als auch die ägyptische Staatsbürgerschaft besitzt, wurde zwei Tage nach einem Haftbefehl in Abwesenheit durch Generalstaatsanwalt Mohamed Shawky Ayyad in Gewahrsam genommen. Die Anklagepunkte – Verbreitung falscher Nachrichten und Beleidigung des Staates – gehen auf seine Kritik an Präsident Sisi in sozialen Medien zurück. Später warfen ihm die Ermittler zusätzlich vor, einer terroristischen Vereinigung anzugehören, obwohl die Produzenten betonen, dass seine Nebenrolle in "Adler der Republik" ihm keinerlei Einfluss auf den Inhalt des Films gab.

Amnesty International hat Alarm wegen seines gewaltsamen Verschwindens und seines sich verschlechternden psychischen Zustands geschlagen. Die Menschenrechtsorganisation ruft Unterstützer dazu auf, sich an Ayyad zu wenden, und stellt eine Mustervorlage für einen Brief bereit, in dem Bedenken hinsichtlich El Sayeds Behandlung geäußert werden. Sein Fall spiegelt eine breitere Repressionswelle wider: Seit 2023 wurden über 100 Aktivisten, darunter Alaa Abdel Fattah und Hisham Kassem, mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert – oft in Abwesenheitsprozessen und mit Auslieferungsersuchen.

Die Filmproduzenten haben offiziell an Ayyad appelliert und fordern El Sayeds Freilassung sowie die Rücknahme aller Anklagen. Sie argumentieren, dass das Vorgehen politisch motiviert sei, und verweisen auf seine lange Karriere im europäischen Kino sowie seine fehlende Verbindung zu den politischen Themen des Films.

El Sayed bleibt weiterhin in Haft, während die Auslieferungsverfahren andauern. Seine Festnahme folgt einem Muster schneller juristischer Schritte gegen Kritiker der ägyptischen Regierung. Menschenrechtsorganisationen und Filmschaffende drängen nun auf die Einstellung des Verfahrens und seine umgehende Rückkehr nach Deutschland.

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