04 April 2026, 02:02

AfD verliert leicht bei Rheinland-Pfalz-Wahl – doch warum sank die Zahl wirklich?

Papier mit handgeschriebener Textzeile "Newtown Market Hall, die Wahl, Mr. Williams' Vorschlag für gegen Mehrheit".

AfD verliert leicht bei Rheinland-Pfalz-Wahl – doch warum sank die Zahl wirklich?

Erste Hochrechnungen zur Landtagswahl 2026 in Rheinland-Pfalz sahen die Alternative für Deutschland (AfD) bei 20 Prozent. Bis zum späten Abend sank ihr Stimmenanteil leicht auf 19,5 Prozent. Diese Verschiebung löste in sozialen Medien Vorwürfe von Wahlfälschung aus, doch Behörden fanden keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten.

Der Stimmenanteil der AfD verringerte sich im Laufe der Nacht, als weitere Wahlbezirke ausgezählt wurden. Dieser Trend war jedoch kein Anzeichen für Manipulation, sondern spiegelte Unterschiede zwischen den Wählern wider, die persönlich ihre Stimme abgaben, und denen, die per Briefwahl wählten. Die Partei rät ihren Anhängern seit Langem davon ab, von der Briefwahl Gebrauch zu machen – was zu einer geringeren Beteiligung in dieser Gruppe führte.

Briefwahlstimmen, die oft später ausgezählt werden, begünstigen tendenziell Parteien, deren Wähler sie häufiger nutzen. In Rheinland-Pfalz hatten bis 10:00 Uhr 34 Prozent der Wähler ihre Stimme per Briefwahl abgegeben – weniger als 2021, als die Pandemie-bedingten Einschränkungen die Nachfrage in die Höhe trieben. Vergleichsdaten aus anderen Bundesländern lagen nicht vor.

Die AfD-Anhängerschaft zeigt sich seit jeher skeptisch gegenüber der Briefwahl und dem Wahlsystem insgesamt. Dieses Misstrauen könnte erklären, warum weniger ihrer Unterstützer per Post wählen. Wahlprognosen sind zwar anfangs nur Näherungswerte, werden aber präziser, je mehr Stimmen ausgezählt werden.

Die Landeswahlleiter bestätigten, dass sie keine Unregelmäßigkeiten im Wahlverfahren festgestellt hätten. Der Rückgang der AfD-Werte entsprach den erwarteten Mustern und nicht einer manipulativen Einflussnahme.

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Das Endergebnis der AfD lag schließlich bei 19,5 Prozent – leicht unter den ersten Schätzungen. Die Veränderung ergab sich aus dem Zeitpunkt der Auszählung der Briefwahlstimmen und dem unterschiedlichen Wahlverhalten. Die Behörden betonten erneut, dass es keine Belege für Wahlfälschungsvorwürfe gebe.

Quelle