19 March 2026, 10:51

Afroman verklagt: Rapper wehrt sich gegen Sheriff-Beamte wegen Spott-Songs

Ein Mann im Anzug und mit Krawatte spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich um die Genehmigung eines Gesetzes durch die Regierung zu kommentieren.

Afroman verklagt: Rapper wehrt sich gegen Sheriff-Beamte wegen Spott-Songs

Ein ungewöhnlicher Rechtsstreit zwischen dem Rapper Afroman und Sheriff-Stellvertretern aus Ohio hat im Gerichtssaal eine überraschende Wendung genommen. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Lieder und Musikvideos, in denen der Künstler die Beamten nach einer Razzia in seinem Haus im Jahr 2022 verspotten soll. Die im vergangenen Jahr eingereichte Klage wirft dem Rapper Verleumdung und Verletzung der Privatsphäre vor.

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Der Streit eskalierte, als Beamte des Adams County im August 2022 Afromans Haus durchsuchten – ohne Drogen zu finden oder Anklage zu erheben. Daraufhin veröffentlichte der Musiker den Song Lemon Pound Cake, in dem er die Durchsuchung detailliert beschreibt, darunter Textzeilen, die sich über die Beamten lustig machen, die sich angeblich mehr für einen Zitronenkuchen als für illegale Substanzen interessierten. Das dazugehörige Musikvideo, das Aufnahmen der Razzia zeigt, wurde auf YouTube mittlerweile über 3,1 Millionen Mal aufgerufen.

Ein zweiter Track mit dem Titel Randy Walters is a Son of a Bitch nennt namentlich Sergeant Randy Walters, einen der Kläger. Die Songtexte deuten eine Affäre zwischen Afroman und Walters' Ehefrau an. Walters sagte aus, seine Tochter sei wegen des Liedes in der Schule gemobbt worden.

Afroman verteidigte seine Werke vor Gericht und berief sich auf den Ersten Verfassungszusatz, der seine Musik und Videos als geschützte Meinungsfreiheit einstufe. Die Beamten hatten die Klage ursprünglich 2023 eingereicht und warfen ihm Verleumdung sowie den Eingriff in die Privatsphäre vor.

Der Prozess geht weiter, während beide Seiten ihre Argumente vortragen. Während Afroman auf seinem Recht auf künstlerischen Ausdruck besteht, fordern die Beamten Entschädigung für den angeblich erlittenen Schaden. Das Urteil wird zeigen, ob die Lieder rechtliche Grenzen überschreiten oder als freie Meinungsäußerung geschützt bleiben.

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