Alexanderplatz im Wandel: Ein Hochhaus im Zeitplan, das andere in der Krise
Mila VoigtAlexanderplatz im Wandel: Ein Hochhaus im Zeitplan, das andere in der Krise
Am Berliner Alexanderplatz zeichnen sich große Veränderungen ab: Zwei Hochhausprojekte nehmen Gestalt an – doch nur eines bleibt im Zeitplan. Während der 134 Meter hohe Turm der Signa Group wie vorgesehen voranschreitet, häufen sich bei dem benachbarten Alexander Capital Tower die Verzögerungen. Beide Vorhaben werden das Stadtbild prägen – doch nur eines entwickelt sich nach Plan.
Das Hochhausprojekt der Signa Group am Alexanderplatz verläuft ohne Rückschläge. Nach dem teilweisen Abriss des bestehenden Galeria-Kaufhof-Gebäudes im Oktober 2021 begannen die Bauarbeiten – und trotz der Umbauten blieb das Einkaufszentrum für die Öffentlichkeit geöffnet.
Der neue, 134 Meter hohe Turm wird auf 22.000 Quadratmetern vor allem Büroräume beherbergen. Die drei obersten Stockwerke an der Rosenstraße sind für Wohnungen vorgesehen. Zudem sollen Teile der ursprünglichen Steinfassade in das Design integriert werden. Die Fertigstellung bleibt für 2025 geplant.
Doch der Alexander Capital Tower – als erstes von vier geplanten Hochhäusern am Alexanderplatz – steckt in Schwierigkeiten. Das vom russischen Monarch-Group-Konsortium getragene Projekt liegt zwar direkt neben dem Alexa-Einkaufszentrum, leidet jedoch unter finanziellen Engpässen und Terminproblemen. Die Senatsverwaltung für Finanzen bestätigt, dass sich die Fertigstellung voraussichtlich deutlich verzögern wird.
Bisher hält nur das Vorhaben der Signa Group den Zeitplan ein. Falls es wie geplant 2025 fertiggestellt wird, bereichert es das Viertel um Büro- und Wohnflächen und bewahrt gleichzeitig Elemente des alten Kaufhof-Gebäudes. Das Schicksal des verzögerten Capital Towers bleibt hingegen ungewiss.






