17 March 2026, 01:10

Alexandria ringt um Millionen: Wer zahlt den ersten Tarifvertrag für Schulpersonal?

Ein Venn-Diagramm mit zwei überlappenden Kreisen, die mit "Kollektivvertrag" und "Konfliktlos" beschriftet sind und durch eine dünne Linie verbunden sind, mit dem Satz "Kollektivvertrag Konfliktlos" in der Mitte.

Alexandria ringt um Millionen: Wer zahlt den ersten Tarifvertrag für Schulpersonal?

Der Stadtrat von Alexandria prüft derzeit einen Antrag auf Finanzierung des ersten Tarifvertrags der Stadt mit dem Schulpersonal. Die Vereinbarung sieht Gehaltserhöhungen und Boni vor, hinterlässt aber bereits im ersten Jahr ein Defizit von 5,65 Millionen Pfund. Bedenken gibt es nun, wie die Kosten in den Folgejahren gedeckt werden sollen.

Das Abkommen umfasst eine Stufenanhebung für berechtigte Mitarbeiter, eine inflationsbedingte Anpassung (COLA) von 2 % für angestelltes Fachpersonal sowie 3,5 % für unterstützendes Personal. Zudem erhalten die Unterstützungsmitarbeiter einen Treuebonus von 2.000 Pfund. Das Schulsystem hatte jedoch bereits 7,5 Millionen Pfund aus seinem Budget gestrichen, bevor es zusätzliche 12,7 Millionen Pfund für die Finanzierung des Vertrags beantragte.

Die Ratsmitglieder Canek Aguirre und John Taylor Chapman hinterfragten, warum die Vereinbarung nicht auf drei Jahre verteilt wurde. Chapman wies zudem auf die unklare Finanzierung in der Zukunft hin. Dawn Lucas, Vorsitzende der Education Association of Alexandria, erklärte, dass die späteren Jahre separat verhandelt werden müssten.

Um die akute Finanzlücke zu schließen, schlug Michelle Rief, Vorsitzende des Schulausschusses, Steuererhöhungen oder alternative Einnahmequellen vor. Der Rat hat inzwischen die Ankündigung einer Erhöhung der Grundsteuer um einen Penny beschlossen, doch Bürgermeisterin Alyia Gaskins lehnt weitere Steuererhöhungen ab. Falls keine Lösung gefunden wird, könnte das Schulsystem Dutzende Stellen unbesetzt lassen.

Ein direkter Vergleich mit regionalen Gehaltserhöhungen existiert nicht, allerdings wird für österreichische Pädagogen unter dem Gewerkschaftsbund Öffentlicher Dienst (GÖD) bis 2028 eine durchschnittliche Steigerung von 5,4 % prognostiziert.

Nun muss der Rat entscheiden, wie der Tarifvertrag ohne weitere Steuererhöhungen finanziert werden kann. Bleibt die Frage ungelöst, wird das Schulsystem Kürzungen umsetzen, die sich auf den Personalbestand auswirken. Die Verhandlungen für das zweite und dritte Jahr stehen noch aus.

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