Apotheker drohen mit Protesten vor entscheidender Bundestagsabstimmung zu Gebührenreform
Emil LangeApotheker drohen mit Protesten vor entscheidender Bundestagsabstimmung zu Gebührenreform
Apotheker in ganz Deutschland bereiten sich darauf vor, ihren Unmut über ausbleibende Gebührenerhöhungen lautstark zu äußern – kurz vor einer entscheidenden Abstimmung im Bundestag. Am 30. Januar 2026 wird der Bundesrat über Änderungen am Apothekenbetriebs- und Vergütungsgesetz (ApoVWG) entscheiden. Einen Tag vor der Sitzung wird die Bundesapothekerkammer (ABDA) eine Pressekonferenz abhalten, um ihre nächsten Schritte zu verkünden – darunter mögliche Proteste im Frühjahr.
Die ABDA hat bereits die Kampagne "Die große Null" gestartet, um auf die finanziellen Nöte der Apotheken aufmerksam zu machen. Eine weitere Initiative mit dem Titel "Weil wir nicht darauf verzichten können. Die Apotheke" soll die unverzichtbare Rolle der lokalen Apotheken in den Gemeinden betonen. Um ihre Position zu stärken, hat der Verband Apothekeninhabern zudem eine Handreichung für Gespräche mit Abgeordneten zur Verfügung gestellt.
Am 16. Januar hatte der Gesundheitsausschuss des Bundesrats 39 Änderungsanträge zum Gesetzentwurf vorgelegt. Diese Empfehlungen werden die endgültige Abstimmung im Bundestag am 30. Januar prägen. Auf der Pressekonferenz der ABDA unter dem Titel "Apothekenproteste im Frühjahr 2026" wird bekannt gegeben, wie die Apotheker reagieren wollen – ob mit Plakatkampagnen, politischem Lobbying oder Straßenprotesten. Der Verband betont, dass ohne faire Vergütung die Zukunft vieler Apotheken ungewiss bleibt. Die Aktionen zielen darauf ab, Politiker und die Öffentlichkeit für die Herausforderungen der Branche zu sensibilisieren, bevor der Bundestag seine Entscheidung trifft.
Die Abstimmung im Bundestag am 30. Januar wird die nächste Phase der Apothekenfinanzierung bestimmen. Mit ihren Protesten und Kampagnen setzt die ABDA die Abgeordneten unter Druck, langjährige Forderungen endlich anzugehen. Sollten die Änderungen keine spürbaren Verbesserungen bringen, ist mit weiterem Unmut in der Branche zu rechnen.






