Armutsquote im UK steigt auf 13,4 Millionen – doch Hoffnung durch neue Sozialpolitik
Hannah RichterArmutsquote im UK steigt auf 13,4 Millionen – doch Hoffnung durch neue Sozialpolitik
Neue Zahlen zeigen, dass die Armut im Vereinigten Königreich erneut angestiegen ist: Im Haushaltsjahr 2024/25 waren 13,40 Millionen Menschen betroffen. Die am Donnerstag vom Ministerium für Arbeit und Renten veröffentlichten Daten umfassen den Zeitraum von 2021/22 bis 2024/25. Damit stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr (12,93 Millionen) weiter an.
Die Regierung definiert Armut als Haushalte, deren Einkommen nach Abzug der Wohnkosten unter 60 Prozent des nationalen Medianeinkommens liegt. Unter den Betroffenen waren im Jahr 2024/25 insgesamt 4,03 Millionen Kinder.
Eine kürzliche Politikänderung könnte die Lage für einige Haushalte entlasten: Die Labour-Regierung hat die Zwei-Kinder-Grenze bei Sozialleistungen abgeschafft, die bisher Zahlungen für Familien mit mehr als zwei Kindern deckelte. Von dieser Obergrenze waren vor ihrer Aufhebung rund 90.000 Kinder in Großbritannien direkt betroffen. Die Änderung tritt nächsten Monat in Kraft.
Experten schätzen, dass die Abschaffung der Zwei-Kinder-Grenze bis 2029/30 etwa 450.000 Kinder aus der Armut führen könnte. Allerdings ermöglicht die neue Berechnungsmethode für Armut keine direkten Vergleiche mit älteren Statistiken mehr.
Die aktuellen Zahlen unterstreichen eine wachsende Herausforderung, da immer mehr Haushalte unter die Armutsgrenze rutschen. Die Streichung der Zwei-Kinder-Obergrenze bei Sozialhilfe zielt darauf ab, die Kinderarmut in den kommenden Jahren zu verringern. Die Behörden werden die Auswirkungen dieses Politikwechsels weiterhin genau beobachten.






