Arsenals Titeljagd zwischen Länderspiel-Absagen und engem Spielplan
Arsenals Jagd nach dem ersten Titel seit sechs Jahren wird von einer Reihe von Absagen in Nationalmannschaften überschattet. Zehn Spieler, darunter Martin Zubimendi, haben sich aus ihren Länderspielkadern zurückgezogen – und lösten damit eine Debatte über den Einfluss der Vereine auf die Verfügbarkeit der Akteure aus. Die Zeitpunkte der Absagen werfen Fragen auf, während sich die Gunners nach der Länderspielpause auf ein dicht gedrängtes Programm vorbereiten.
Aktuell führt der Klub die Premier League mit neun Punkten Vorsprung vor Manchester City an. Doch ein Nachholspiel der Citizens könnte die Lücke verkleinern und den Titelkampf weiter spannend halten. Arsenals Fokus reicht jedoch über die Liga hinaus: Am 4. April steht das FA-Cup-Viertelfinale gegen Southampton an, nur drei Tage später folgt das Champions-League-Duell mit Sporting Lissabon.
Die Kritik an der hohen Zahl der Rückzüge wächst. Experten wie Gabby Agbonlahor werfen Vereinen vor, sie könnten die Fitness ihrer Spieler für die eigenen Partien priorisieren. Er schlug eine neue Regel vor: Spieler, die Länderspiele absagen, sollten automatisch für das nächste Premier-League-Spiel ihres Clubs gesperrt werden. Damit solle verhindert werden, dass Vereine ihre Akteure für den nationalen Wettbewerb schonen.
Arsenals Saison ist ohnehin schon fordernd – mit möglichen Zusatzspielen, falls man in Europa und im Pokal weiterkommt. Der Druck steigt zusätzlich, nachdem der Klub in den vergangenen drei Jahren jeweils nur Vizemeister hinter Manchester City oder Liverpool wurde. Das nächste Ligaspiel gegen Bournemouth am 11. April folgt direkt im Anschluss an die Partie gegen Sporting.
Die medizinischen Entscheidungen des Clubs werden genau unter die Lupe genommen, während es gilt, die Fitness der Spieler mit dem strapaziösen Spielplan in Einklang zu bringen. Erfolge im FA Cup und in der Champions League würden die Saison verlängern – und die Tiefe des Kaders auf die Probe stellen. Unterdessen dürfte die Diskussion über Länderspiel-Absagen und den Einfluss der Vereine weitergehen.






