Aston Martin steckt nach China-Debakel in der tiefsten Krise der Saison
Lina SeidelAston Martin steckt nach China-Debakel in der tiefsten Krise der Saison
Aston Martins Krise vertieft sich nach Debakel beim Großen Preis von China
Die Probleme von Aston Martin haben sich beim Großen Preis von China weiter zugespitzt, nachdem beide Fahrer wegen technischer Defekte aufgeben mussten. Der schlechte Saisonstart des Teams sorgt in der Formel 1 für Besorgnis – Zuverlässigkeitsprobleme und Leistungsdefizite trüben die anfänglichen Erwartungen.
Unterdessen mehren sich Spekulationen über mögliche Personalrochaden, darunter ein Wechsel des ehemaligen Audi-Strategen Jonathan Wheatley zu Aston Martin. Allerdings verzögern vertragliche Auflagen einen sofortigen Wechsel.
Der Große Preis von China entwickelte sich für Aston Martin zur Katastrophe: Fernando Alonso kämpfte mit starken Vibrationen, bevor er aufgeben musste. Auch sein Teamkollege Lance Stroll erreichte nicht das Ziel, sodass das Team ohne Punkte blieb. Stroll räumte später ein, dass die Leistung von Auto und Motor dringend verbessert werden müsse.
Hinter den Kulissen steht das Team vor größeren Herausforderungen. Der Ende 2024 als Technischer Direktor verpflichtete Adrian Newey soll laut Berichten nicht über die erhoffte gestalterische Freiheit verfügen. Zudem wird die Saison 2026 durch Zuverlässigkeitsprobleme von Hondas Antriebseinheit und den Abgang wichtiger Ingenieure, die zuvor für Red Bull arbeiteten, belastet. Diese Rückschläge haben die Lücke zu den vor der Saison gesetzten Zielen weiter vergrößert.
Helmut Marko, ehemaliger Berater von Red Bull, bestätigte Gespräche mit der Führung von Aston Martin über deren Schwierigkeiten. Er deutete an, dass die Probleme des Teams tiefgreifend seien und Jahre zur Behebung benötigen könnten. Unterdessen betonte Lawrence Stroll, der Teamchef, Neweys Doppelfunktion als Partner und Anteilseigner – doch dessen Einfluss scheint begrenzt.
Gerüchte über einen möglichen Wechsel von Jonathan Wheatley von Audi zu Aston Martin halten sich hartnäckig. Allerdings verhindert eine vertragliche Karenzzeit einen sofortigen Eintritt, was die strategische Zukunft des Teams ungewiss macht.
Aston Martin steht nun vor einer entscheidenden Phase, um seine technischen Mängel und Führungsprobleme zu bewältigen. Nach dem doppelten Ausfall in China und der angeblichen Frustration von Schlüsselpersonen wie Newey muss das Team schnell handeln, um wieder konkurrenzfähig zu werden. Die kommenden Rennen werden zeigen, ob es die Lücke schließen kann – oder ob es im Meisterschaftskampf weiter zurückfällt.






