Athens Museen werden nachts zu pulsierenden Party-Hotspots mit Kunst und Kultur
Hannah RichterAthens Museen werden nachts zu pulsierenden Party-Hotspots mit Kunst und Kultur
Athener Museen verwandeln sich in lebendige Nachtleben-Hotspots
Mit Abenden voller Tanz, Drinks und Livemusik entwickeln sich Athens Museen zu angesagten Treffpunkten nach Einbruch der Dunkelheit. Das Ziel: neue Besuchergruppen anziehen und Kultur mit Unterhaltung verbinden. Solche Veranstaltungen sind mittlerweile fester Bestandteil in der ganzen Stadt.
Vorreiter ist seit 2015 das Museum für Kykladische Kunst, das mit hochkarätigen Events aufwartet. 2019 sorgte seine Party zur Picasso-Ausstellung für lange Schlangen auf der Vasilissis-Sofias-Allee – ein Beweis dafür, wie gesellschaftliche Anlässe die Besucherzahlen steigern können.
Das Nationale Museum für Zeitgenössische Kunst (EMST) geht einen ähnlichen Weg, verknüpft seine Feste aber gezielt mit dem künstlerischen Programm. Direktorin Katerina Gregos betont, dass es sich nicht um bloße PR-Gags handelt, sondern um Türöffner für die Auseinandersetzung mit Kunst. Experimentelle Musikperformances sind Teil der musealen Agenda.
Auch andere Häuser ziehen mit. Die Goulandris-Stiftung lädt zu Cocktailabenden auf dem Dach und DJ-Sets ein. George Maginis, akademischer Direktor des Benaki-Museums, unterstützt den Ansatz und verweist darauf, dass gesellschaftliche Events in Museen bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Sie machten kulturelle Orte zugänglicher und attraktiver, so sein Argument.
Die Veranstaltungen verändern, wie die Athener mit Museen interagieren. Indem Ausstellungen mit Unterhaltung kombiniert werden, erreichen die Häuser Zielgruppen, die sonst vielleicht nie kommen würden. Gleichzeitig wird eine alte Tradition – gesellschaftliches Beisammensein in Kulturstätten – modern interpretiert.






