Baden-Württembergs Wirtschaft schrumpft zum dritten Mal in Folge – nur das Saarland ist schwächer
Emil LangeBaden-Württembergs Wirtschaft schrumpft zum dritten Mal in Folge – nur das Saarland ist schwächer
Baden-Württembergs Wirtschaft schrumpft zum dritten Mal in Folge
Das einstige Wirtschaftskraftwerk Baden-Württemberg rutscht im Wachstumsranking der deutschen Bundesländer auf den vorletzten Platz ab – nur das Saarland schnitt 2023 noch schlechter ab. Die Wirtschaftsleistung des Südweststaats ging erneut zurück und setzte damit den Abwärtstrend fort, der bereits 2022 begonnen hatte. Während die deutsche Gesamtwirtschaft im vergangenen Jahr um 0,2 Prozent wuchs, blieb Baden-Württemberg hinter diesem Tempo zurück. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 667,1 Milliarden Euro – etwa 15 Prozent der nationalen Wirtschaftsleistung – konnte das Land den Rückgang nicht abwenden.
Besonders betroffen ist der Industriesektor, der fast ein Drittel der regionalen Wertschöpfung ausmacht: Hier sank die Produktion preisbereinigt um 2,6 Prozent. Auch die Bauwirtschaft verzeichnete im Vergleich zu 2022 einen Rückgang. Ein kleiner Lichtblick sind die Dienstleistungsbranchen, die immerhin ein leichtes Plus von 0,4 Prozent erzielten.
Spitzenreiter im Wachstumsvergleich war Mecklenburg-Vorpommern mit einem Zuwachs von 1,4 Prozent. Baden-Württemberg hingegen steckt weiterhin in der Rezession fest – mit besorgniserregenden Folgen für die Zukunft. Eine anhaltende Wirtschaftsschwäche führt oft zu höherer Arbeitslosigkeit, mehr Unternehmenspleiten und sinkenden Steuereinnahmen. Der Kontrast zu den stärkeren Entwicklungen in anderen Bundesländern könnte kaum größer sein. Bleibt die Trendwende aus, drohen weitere Belastungen für den Arbeitsmarkt und die öffentlichen Haushalte.






