Baker Hughes setzt Milliarden auf KI-Energie für Rechenzentren bis 2027
Hannah RichterBaker Hughes setzt Milliarden auf KI-Energie für Rechenzentren bis 2027
Baker Hughes baut Engagement für KI-gestützte Energielösungen für Rechenzentren massiv aus
Der Technologiekonzern Baker Hughes hat seinen Fokus auf künstliche Intelligenz (KI) in der Energieversorgung für Rechenzentren deutlich ausgeweitet. Das Unternehmen verdoppelte kürzlich sein Auftragsziel für Ausrüstungen auf 3 Milliarden US-Dollar für den Zeitraum zwischen 2025 und 2027. Dieser Schritt folgt auf eine Reihe großer Geschäfte und Partnerschaften, mit denen die stark steigende Nachfrage nach Energie für KI-Infrastrukturen bedient werden soll.
Der Energietechnik-Spezialist hat zudem seine Zusammenarbeit mit Tech-Giganten und Energieversorgern intensiviert, um Effizienz und Nachhaltigkeit im Betrieb von Rechenzentren zu optimieren. Ein zentraler Meilenstein ist die kürzlich bekannt gegebene Kooperation mit Google Cloud, bei der KI-basierte Werkzeuge zur Energieoptimierung in Rechenzentren entwickelt werden. Im Mittelpunkt der Partnerschaft stehen Nachhaltigkeits- und Leistungsverbesserungen für die gesamte Branche.
Baker Hughes hat bereits bedeutende Aufträge für diese Initiative gesichert: Das Unternehmen Twenty20 Energy bestellte zehn Frame-5-Gasturbinen, die bis zu 250 Megawatt für KI-Rechenzentrumsprojekte liefern können. Zudem orderte Boom Supersonic 25 BRUSH-Stromgeneratoren mit einer Gesamtleistung von 1,21 Gigawatt für ähnliche Anwendungen.
Darüber hinaus vertieft Baker Hughes die Zusammenarbeit mit Hydrostor, um zuverlässige und nachhaltige Energiesysteme zu entwickeln. Diese sollen Netze stabilisieren, die durch den Ausbau von Rechenzentren zunehmend unter Druck geraten. Die Quartalszahlen des Unternehmens für das vierte Quartal wiesen neue Aufträge im Wert von 7,9 Milliarden US-Dollar sowie Rekordverpflichtungen von 35,9 Milliarden US-Dollar aus noch abzuwickelnden Projekten aus.
Finanziell bietet Baker Hughes eine stabile Dividendenrendite von etwa 1,47 % und zahlt quartalsweise 0,23 US-Dollar pro Aktie. Analysten prognostizieren für das Geschäftsjahr 2026 einen Gewinn von 2,63 US-Dollar je Aktie – ein moderater Anstieg von 1,15 % gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Energiewerte erzielen im Schnitt eine Rendite von rund 4,2 %, während der Gesamtmarkt bei etwa 1,3 % liegt.
Mit seiner erweiterten Auftragsstrategie, strategischen Partnerschaften und dem Fokus auf nachhaltige Energielösungen positioniert sich Baker Hughes als zentraler Akteur im KI-getriebenen Energiesektor. Dank solider finanzieller Grundlagen und laufender technologischer Kooperationen wird das Unternehmen eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der zukünftigen, energieeffizienten Infrastruktur einnehmen.






