Bauernproteste in der EU: Warum der Getreidehandel trotzdem stabil bleibt
Mila VoigtBauernproteste in der EU: Warum der Getreidehandel trotzdem stabil bleibt
Bauernproteste breiten sich seit 2019 in der EU aus – doch der Getreidehandel bleibt stabil
Seit 2019 ziehen Bauernproteste durch die Europäische Union, doch die Handelsdaten für Getreide zeigen kaum Beeinträchtigungen. Die Zahlen belegen stabile Importvolumina mit nur geringfügigen Schwankungen trotz anhaltender Unruhen. Die Handelszahlen vom Januar verdeutlichen Verschiebungen unter den wichtigsten Lieferländern, während die Gesamtimporte um 12 Prozent stiegen.
Die Proteste begannen 2019 in den Niederlanden, ausgelöst durch strengere Umweltauflagen. Bis Ende 2023 hatten sich die Demonstrationen auf zwölf Länder ausgeweitet, wobei Landwirte politische Kursänderungen forderten. Dennoch blieben die EU-weiten Getreideimporte über die Jahre hinweg konstant – mit nur leichten Rückgängen während der Höhepunkt der Unruhen.
Im Januar importierte die EU 3,4 Millionen Tonnen Getreide, ein Plus von 12 Prozent gegenüber Dezember. Die Ukraine führte die Exporte an und lieferte 2,6 Millionen Tonnen – ein Anstieg um 35 Prozent. Russland folgte als wichtiger Lieferant, drosselte seine Januar-Exporte jedoch auf 108.000 Tonnen, nur die Hälfte des Dezembervolumens.
Kanada belegte den zweiten Platz, obwohl seine Lieferungen um 25 Prozent auf 271.000 Tonnen sanken. Moldau exportierte 93.000 Tonnen, das Vereinigte Königreich 77.000 Tonnen. Insgesamt deuten die Daten darauf hin, dass die Proteste die Handelsströme nicht grundlegend verändert haben, auch wenn einige Lieferländer ihre Mengen anpassten.
Die Getreideimporte der EU stiegen im Januar, wobei die Ukraine ihren Marktanteil ausbaute. Russland und Kanada reduzierten ihre Lieferungen, doch der Markt blieb stabil. Trotz jahrelanger Proteste zeigen die Handelsströme eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit – ohne nennenswerte langfristige Rückgänge.






