15 April 2026, 16:02

Baugewerbe schafft Lohnungleichheit zwischen Ost und West endgültig ab

Plakat mit zwei Personen vor einem Berg- und Baumhintergrund mit der Aufschrift "Was unser freier Handel bedeutet - Britischer Granit Arbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Baugewerbe schafft Lohnungleichheit zwischen Ost und West endgültig ab

Historischer Tarifabschluss: Baugewerbe schafft Lohnungleichheit zwischen Ost und West ab

Ein neuer Tarifvertrag im deutschen Baugewerbe beendet nach Jahrzehnten die ungleiche Bezahlung zwischen Beschäftigten in Ost und West. Mit der dritten Stufe der Tarifvereinbarung 2024 gelten nun bundesweit einheitliche Löhne. Branchenvertreter sprechen von einem historischen Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit am Arbeitsplatz.

Die aktuelle Einigung sieht eine Lohnerhöhung von 5,3 Prozent in Ostdeutschland vor – und übertrifft damit die Steigerung von 3,9 Prozent im Westen. Damit wird die seit langem bestehende Lohnlücke zwischen den beiden Regionen endlich geschlossen. Das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt" gilt nun offiziell flächendeckend in der Branche.

Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft IG BAU, lobte den Abschluss als Meilenstein. Die aktuelle Vereinbarung läuft bis zum 31. März 2027 und sichert den Beschäftigten damit Planungssicherheit. Im deutschen Baugewerbe sind rund 920.000 Menschen beschäftigt, davon über 600.000 in den westdeutschen Bundesländern.

Die neue Lohnstruktur beseitigt die regionalen Unterschiede, die seit der Wiedervereinigung bestanden. Bauarbeiter in Ost und West erhalten nun für gleiche Tätigkeiten denselben Lohn. Der Tarifabschluss setzt damit endgültig Schluss mit der Ungleichbehandlung in der Branche.

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