Bayer-Chef warnt: Europas Bürokratie gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit
Emil LangeBayer-Chef warnt: Europas Bürokratie gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit
Bayer-Chef Bill Anderson fordert Europa auf, Bürokratie abzubauen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Er kritisiert, dass übermäßige Regulierung den technologischen Fortschritt und das Wirtschaftswachstum bremse. Seine Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die EU mit dem kürzlich verabschiedeten KI-Gesetz ihre Rolle als globaler Vorreiter in der KI-Regulierung stärkt.
Anderson hat bei Bayer bereits weitreichende Veränderungen umgesetzt. Seit 2023 hat er fast zwei Drittel der Führungspositionen abgeschafft. Ehemalige Manager konzentrieren sich nun darauf, Produkte und Kundenlösungen zu verbessern, statt sich mit Papierkram zu beschäftigen.
Er warnt, dass Europas Neigung zu Überregulierung die Zukunft des Kontinents gefährden könnte. Während das KI-Gesetz der EU – anders als in den USA oder China – strenge, rechtlich bindende Vorgaben macht, fürchtet Anderson, dass dieser Ansatz Innovationen ersticken könnte. Die Verordnung, die am 12. Juli 2024 veröffentlicht wurde, wird ab August 2026 risikobasierte Pflichten durchsetzen und macht Europa damit zum ersten Kontinent mit derart umfassenden KI-Regeln.
Sein Vorschlag sieht vor, unnötige Gesetze abzuschaffen, um Europas globale Führungsrolle zu stärken. Statt weiterer Vorschriften plädiert er für mehr wirtschaftliche Dynamik und technologischen Fortschritt.
Das KI-Gesetz der EU hat Europa als globalen Maßstabsetzer in der KI-Regulierung positioniert. Doch Andersons Warnung zeigt die Spannung zwischen Regulierung und Wettbewerbsfähigkeit auf. Sein Plädoyer für weniger bürokratische Hürden skizziert einen alternativen Weg – einen, der auf Wachstum statt auf Kontrolle setzt.






