19 March 2026, 10:02

Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Pumuckl und Knödelwerfer

Eine Straßenkreuzung in einer Stadt mit einer Zebrastreifen- und Ampelanlage, Fahrzeuge auf der Straße, Fußgänger auf dem Gehweg mit Regenschirmen und im Hintergrund Gebäude, Bäume und ein bewölkter Himmel.

Wenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Pumuckl und Knödelwerfer

Mehrere bayerische Städte ersetzen klassische Fußgängerampeln durch regionale Kultursymbole

Mit der Maßnahme soll die Verbundenheit mit der Heimat betont werden – ohne die Verkehrssicherheit aus den Augen zu verlieren. München, Straubing und Dachau gehören zu den Vorreitern, die mit ungewöhnlichen Motiven experimentieren.

In München zieren drei Ampeln nun Pumuckl, die beliebte Kinderfigur. Straubing zeigt Bruder Straubinger, eine lokale Identifikationsfigur, während in Dachau Menschen in traditioneller Tracht zu sehen sind. Die Kosten für die Dachauer Schablonen beliefen sich auf 300 Euro, hinzu kam das Honorar eines Grafikdesigners.

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Deggendorf setzt auf eine Frau, die Knödel wirft – eine Hommage an die regionale Küche. Hof wird demnächst einen Wärschtlamo, einen Würstchenverkäufer, einführen, nachdem ein erster Antrag aus Sicherheitsbedenken abgelehnt, später aber doch genehmigt wurde. Nürnbergs Ampel zeigt Dürers "Feldhase" – installiert ohne Zustimmung der Landesregierung. Die Stadtverwaltung argumentiert, sie trage die alleinige Verantwortung für Betrieb und mögliche Vorfälle.

Auch außerhalb Bayerns setzen mindestens sieben weitere deutsche Städte auf individuelle Designs: Saarbrücken präsentiert Saarlodri, Trier zeigt Karl Marx, und Hamburg wird im Januar 2026 Ernie und Bert aus der Sesamstraße einführen. Mainz nutzt seit 2016 seine Mainzelmännchen, während Hannover und Lüneburg in der Weihnachtszeit auf festliche Motive umstellen.

Das bayerische Innenministerium lehnt die kreativen Ampeln ab und warnt, unklare Symbole könnten die Sicherheit beeinträchtigen. Verkehrssignale müssten für alle Verkehrsteilnehmer sofort erkennbar bleiben.

Der Trend zu thematischen Ampeln spiegelt den Wunsch wider, lokale Identität zu feiern. Während einige Städte eigenmächtig handeln, stoßen andere auf regulatorische Hürden. Die Diskussion, wie sich Kreativität und Verkehrssicherheit in Einklang bringen lassen, bleibt aktuell.

Quelle