Belarus stoppt gebührenpflichtige Medizin-Studiengänge ab 2026
Belarussen mit Hochschulabschluss sehen sich bei einem Medizinstudium neuen Hürden gegenüber. Ab 2026 werden keine kostenpflichtigen Vollzeitstudiengänge in Medizin mehr angeboten. Die Änderung wirft bei vielen angehenden Studierenden Fragen über ihre zukünftigen Möglichkeiten auf.
Das Bildungsministerium hat kürzlich das bevorstehende Verbot für gebührenpflichtige Medizin-Studiengänge in Präsenzform bekannt gegeben. Sergei Pischtschow, Leiter der Abteilung für berufliche Bildung im Ministerium, erläuterte die neuen Regeln: Wer zuvor ein kostenfreies Studium absolviert hat, kann sich zwar als gebührenpflichtiger Studierender erneut einschreiben – muss sich dabei jedoch um Plätze bewerben, die über den regulären Aufnahmekontingenten liegen.
Schon in diesem Jahr haben medizinische Hochschulen keine Studierenden mehr in kostenpflichtige Vollzeitprogramme aufgenommen. Wer noch auf einen Platz in solchen Studiengängen gehofft hatte, hat nun kaum noch Alternativen außerhalb der begrenzten Kontingente. Besonders betroffen sind Absolventen, die einen zweiten akademischen Abschluss in Medizin anstreben.
Pischtschow bestätigte, dass die Einschränkung ausschließlich Vollzeitstudiengänge mit Studiengebühren betrifft. Andere Formen der medizinischen Ausbildung, wie berufsbegleitende oder Fernstudiengänge, bleiben vorerst unberührt.
Die Frist bis 2026 bedeutet, dass die Zeit für alle, die über ein zweites Medizinstudium in Vollzeit gegen Gebühr nachdenken, langsam abläuft. Da in diesem Jahr bereits keine Neueinschreibungen mehr möglich sind und die Kontingente ohnehin knapp bemessen sind, müssen sich Bewerber nun nach anderen Wegen umsehen. Die Änderung schließt eine seit Langem bestehende Möglichkeit für Absolventen, die in die Medizin wechseln wollten.






