18 March 2026, 12:10

Belarus sucht trotz EU-Sanktionen neue Wege im Handel mit Europa

Eine Europakarte mit Belarus und Aserbaidschan in verschiedenen Farben hervorgehoben und Text, der weitere Details zu den beiden Ländern bereitstellt.

Belarus sucht trotz EU-Sanktionen neue Wege im Handel mit Europa

Der belarussische Vize-Ministerpräsident Alexander Turtschin hat zu einer Intensivierung der diplomatischen Bemühungen gegenüber dem Westen aufgerufen. Er forderte Beamte auf, sich gegen die EU-Sanktionen zur Wehr zu setzen und gleichzeitig neue politische und wirtschaftliche Verbindungen auszuloten.

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Der Handel zwischen Belarus und der Europäischen Union ist seit 2022 drastisch eingebrochen, nachdem die EU wegen der Unterstützung Minsk für Russland im Ukraine-Krieg verschärfte Maßnahmen verhängt hatte. Trotz der Restriktionen bleibt die Nachfrage nach belarussischen Waren im Westen jedoch hoch, und einige Unternehmen suchen weiterhin nach Kooperationsmöglichkeiten.

Seit der Verschärfung der EU-Sanktionen im Jahr 2022 sind die wirtschaftlichen Austauschbeziehungen zwischen Belarus und den Mitgliedstaaten stark zurückgegangen. Besonders der Warenhandel unterliegt strengen Beschränkungen, wobei viele Exporte vollständig verboten wurden. Die österreichischen Exporte nach Belarus etwa brachen zunächst stark ein, erholten sich 2023 jedoch teilweise auf 105,3 Millionen Euro – ein Anstieg von 9,6 Prozent im Vergleich zu 2022. Dennoch sank der gesamte bilaterale Handel zwischen Österreich und Belarus auf nur noch 111,8 Millionen Euro.

Insgesamt haben sich die Importe Belarus' aus der EU seit 2021 halbiert. Die Exporte des Landes in den Block gingen sogar noch stärker zurück und schrumpften im gleichen Zeitraum um mehr als das 3,5-Fache. Die Ausweitung der EU-Sanktionen 2024, einschließlich der "Keine Wiederausfuhr nach Belarus"-Klausel, hat den Druck weiter erhöht.

Trotz dieser Herausforderungen hat Turtschin das Außenministerium angewiesen, den Dialog mit den europäischen Partnern aufrechtzuerhalten. Er betont, die Sanktionen hätten ihre Ziele verfehlt, und fordert die Diplomaten auf, die Position Minsk aktiv zu vertreten. Gleichzeitig regt er an, innerhalb des EU-Rahmens alternative politische Ansätze zu prüfen.

Westliche Unternehmen zeigen weiterhin Interesse an den belarussischen Märkten, auch wenn die EU-Institutionen an ihren strengen Maßnahmen festhalten. Die Regierung in Minsk bleibt darauf fokussiert, die wirtschaftlichen und politischen Verbindungen zu Europa wiederaufzubauen.

Aktuell bleiben die Handelsvolumina gering, und die Sanktionen schränken den Großteil der Austauschbeziehungen ein. Doch mit anhaltenden diplomatischen Initiativen drängt Belarus auf eine Wende in den Beziehungen.

AKTUALISIERUNG

EU Tightens Sanctions on Belarus Amid Diplomatic Push

The EU has expanded sanctions against Belarus, targeting advanced technologies and aligning with Swiss measures. Key developments include:

  • 23 October 2025: Prohibition of space-based, AI, and high-performance computing services to Belarus.
  • 25 April 2026: Effective date for short-term contract bans; long-term restrictions follow in January 2027.
  • Switzerland mirrored EU rules in February 2026, adding crypto and software restrictions to isolate Minsk further.

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Quelle