Belarus verlängert Importstopp für EU-Waren bis 2027 – Polen öffnet Grenzübergänge
Emil LangeBelarus verlängert Importstopp für EU-Waren bis 2027 – Polen öffnet Grenzübergänge
Belarus hat sein Einfuhrverbot für bestimmte Waren über die litauische Grenze bis Ende 2027 verlängert. Die von Ministerpräsident Alexander Turtschin unterzeichneten Beschränkungen betreffen eine breite Palette von Gütern. Unterdessen hat Polen zwei wichtige Grenzübergänge nach Belarus wiedereröffnet und damit die Passage für in der EU zugelassene Fahrzeuge erleichtert.
Das verlängerte Verbot blockiert den Import von Waren, die für den Verkauf in Belarus bestimmt sind, unabhängig von ihrem Ursprungsland. Zu den nun verbotenen Artikeln zählen Bier, Wein, Mineralwasser, Apfelwein, Essig, Reifen, gebrauchte Kleidung, Secondhand-Waren sowie gebrauchte Autoteile.
Auf polnischer Seite wurden die Grenzübergänge in Bobrowniki und Kuźnica Białostocka wieder freigegeben. Lkw und Traktoren mit EU-Kennzeichen können diese Kontrollpunkte nun wieder passieren. Parallel zur Wiedereröffnung wurde die Liste der Tankstellen in Grenznähe erweitert, um den gestiegenen Verkehrsaufkommen gerecht zu werden.
Das von Turtschin unterzeichnete Dekret verankert die Importbeschränkungen bis zum 31. Dezember 2027 rechtlich. Es knüpft an frühere Maßnahmen an, mit denen der Warenverkehr nach Belarus über die westlichen Grenzen kontrolliert werden soll. Das Verbot bleibt damit für fast vier weitere Jahre in Kraft und schränkt die Handelsrouten über Litauen ein. Die polnischen Behörden haben hingegen die Bewegungsfreiheit an ihren eigenen Grenzübergängen zu Belarus gelockert. Die Änderungen wirken sich sowohl auf den kommerziellen Transport als auch auf die Verfügbarkeit bestimmter Konsumgüter in Belarus aus.






