Benjamin Karl löst mit Ehe-Aussagen eine emotionale Debatte aus
Der österreichische Snowboarder Benjamin Karl hat mit seinen Äußerungen zu Ehe und Familienrollen in einem aktuellen Podcast eine breite Debatte ausgelöst. Seine Aussagen, in denen er sich unter anderem zu finanzieller Verantwortung und Karriereerwartungen äußerte, sorgten für heftige Reaktionen im Netz – sogar die Löschung des Interviews auf seinen eigenen Wunsch hin.
In der Sendung Mindgames betonte Karl, dass in einer Ehe die Rollen klar definiert sein müssten. Er argumentierte, eine Familie könne nicht funktionieren, wenn beide Partner anspruchsvolle Karrieren verfolgten. Der Sportler behauptete zudem, er trage allein die finanzielle Last für den Haushalt und bezeichnete den Wunsch seiner Frau nach persönlicher Freizeit – etwa für einen Mädelsausflug – als unrealistisch, sofern dieser nicht sorgfältig geplant sei.
Seine Aussagen stießen auf scharfe Kritik, unter anderem von der Journalistin Beate Hausbichler, die ihn in der Standard als „Mann von gestern“ bezeichnete. Auch die feministische Influencerin Elisabeth Wagner meldete sich zu Wort, und viele Nutzer in sozialen Medien schlossen sich ihrer Meinung an. Der Gegenwind wurde so stark, dass Karl die Entfernung der Podcast-Folge beantragte.
Karl reagierte mit einer Stellungnahme in seinen Instagram-Stories, in der er seine Position verteidigte. Er wiederholte, seine Frau – die Psychotherapeutin Nina Karl-Grissmann – könne sich durchaus Zeit für sich nehmen, sofern dies im Voraus organisiert werde. Zudem dankte er ihr für ihre Unterstützung und verwies auf seine eigenen Leistungen, darunter sein Engagement während der COVID-19-Pandemie und seine Erfolge im Snowboarden. Das Paar, seit 2011 verheiratet, hat zwei Töchter.
Später unterstrich Karl noch einmal, er werde in schwierigen Situationen nicht zurückweichen. Seine Herangehensweise bezeichnete er als lebenslange Strategie, um Herausforderungen zu meistern.
Die Kontroverse hält Karls Aussagen weiterhin im Rampenlicht, die Diskussionen in sozialen Medien reißen nicht ab. Die gelöschte Podcast-Folge und seine anschließenden Reaktionen in den sozialen Medien haben die Debatte weiter angeheizt. Seine Äußerungen bleiben ein zentraler Diskussionspunkt, wenn es um Geschlechterrollen und Familiendynamik geht.






