Bennett und Lapid verbünden sich gegen Netanyahu vor der Wahl
Zwei ehemalige israelische Ministerpräsidenten schließen sich zusammen, um Benjamin Netanyahu bei der nächsten Wahl herauszufordern. Naftali Bennett und Yair Lapid werden ihre Parteien vereinen, mit dem Ziel, eine neue Regierung zu bilden. Ihr Bündnis verspricht sofortiges Handeln in einer zentralen Frage: der Aufklärung der Versäumnisse beim Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023.
Bennett und Lapid hatten bereits 2021 in einer Rotationsvereinbarung zusammengearbeitet. Damals führte Bennett das Amt im ersten Jahr, gefolgt von Lapid für die letzten sechs Monate. Ihre Koalition beendete Netanyahus zwölftjährige Regierungszeit vorübergehend, zerbrach jedoch Ende 2021.
Nach dem Scheitern der Koalition zog sich Bennett aus der Politik zurück, während Lapid als Oppositionsführer aktiv blieb, nachdem Netanyahu 2022 wieder an die Macht gekommen war. Nun vereinen sie ihre Kräfte mit einem gemeinsamen Ziel: Netanyahu aus dem Amt zu drängen.
Die neue Partei wird von Bennett geführt, einem orthodoxen Juden mit harter politischer Linie. Lapid, der sich als säkularer und gemäßigter Politiker präsentiert, ruft die politische Mitte Israels auf, sich hinter das Bündnis zu stellen. Sollten sie die Wahl gewinnen, wäre der erste Akt ihrer Regierung die Einsetzung einer staatlichen Untersuchungskommission zum Angriff vom 7. Oktober.
Der öffentliche Druck auf eine solche Untersuchung wächst in Israel. Viele fordern Aufklärung über die Sicherheitslücken, die den tödlichen Hamas-Angriff auf den Süden Israels im vergangenen Jahr ermöglichten.
Die Vereinigung der beiden Parteien stellt eine direkte Herausforderung für Netanyahu bei der anstehenden Wahl dar. Ein Sieg würde Bennett zurück ins Amt des Ministerpräsidenten bringen und ihr Versprechen einer Aufklärung des 7.-Oktober-Angriffs einlösen. Das Ergebnis könnte die politische Landschaft Israels erneut grundlegend verändern.






