Berlin bricht 2025 den Trend: Mehr Entziehungen von Aufenthaltstiteln als je zuvor
Emil LangeBerlin bricht 2025 den Trend: Mehr Entziehungen von Aufenthaltstiteln als je zuvor
Deutschland verzeichnete 2025 weniger Entziehungen von Aufenthaltstiteln – Berlin verzeichnete jedoch einen deutlichen Anstieg
Bundesweit gingen die Zahlen der entzogenen Aufenthaltstitel von 9.277 im Jahr 2024 auf 8.232 im Jahr 2025 zurück. In der Hauptstadt stieg hingegen sowohl die Anzahl der Aberkennungen als auch die der Abschiebungsanordnungen spürbar an.
Im gesamten Land widerriefen die Behörden 2025 insgesamt 8.232 Aufenthaltstitel – ein Rückgang gegenüber den 9.277 Fällen des Vorjahres. In Berlin entwickelte sich die Lage jedoch anders: Hier wurden 639 Genehmigungen entzogen, deutlich mehr als in den Jahren zuvor.
Auch die Zahl der Abschiebungsanordnungen nahm in der Hauptstadt zu. Berlin erließ 2025 insgesamt 381 solche Verfügungen, wobei ein direkter Vergleich zu früheren Jahren fehlt. Im Gegensatz dazu verzeichnete Brandenburg einen Rückgang: Die Abschiebungsanordnungen sanken von 51 im Jahr 2024 auf nur noch 23 im Jahr 2025.
Über die 639 in Berlin aberkannten Aufenthaltstitel liegen kaum nähere Angaben vor. Eine Aufschlüsselung nach Herkunftsländern oder spezifischen Nationalitäten der Betroffenen für das Jahr 2025 wurde nicht veröffentlicht.
Obwohl die Gesamtzahl der entzogenen Aufenthaltstitel in Deutschland zurückging, entwickelte sich Berlin gegen diesen Trend. Der Anstieg sowohl bei den Aberkennungen als auch bei den Abschiebungsanordnungen hebt sich deutlich von anderen Regionen ab. Weitere Details zu den betroffenen Personen oder ihren Hintergründen wurden von den Behörden nicht bekannt gegeben.
AKTUALISIERUNG — 01.03.2026 06:21
Neue Daten offenbaren 1.410 geschützte Personen, die von den 2025 Widerrufen betroffen sind
Die 2025 Widerrufe des Aufenthaltsrechts betrafen einen signifikanten Teil verletzlicher Personen. Die wichtigsten Erkenntnisse aus den aktualisierten Aufzeichnungen zeigen:
- 1.410 der 8.232 widerrufenen Fälle betrafen Personen mit Flüchtlings-/Asylstatus
- Darunter waren 43 Minderjährige (24 unter 14 Jahren)
- Die Aufschlüsselung nach Nationalität zeigt, dass Georgier (671), Albaner (661) und Türken (618) am stärksten betroffen waren
Wer steckt hinter Berlins steigenden Abschiebungen?
Neue Daten enthüllen wichtige Muster im Deportationsschub von Berlin im Jahr 2025. Die am stärksten betroffenen Nationalitäten waren:
- 671 Georgier, 661 Albaner und 618 Türken landesweit
- 43 Minderjährige betroffen (24 unter 14, 19 im Alter von 14-17) Dies füllt wichtige Lücken im ursprünglichen Bericht und zeigt, wie strenge Politik spezifische Gruppen und verletzliche Kinder unverhältnismäßig betrifft.