01 May 2026, 14:01

Berlin feiert queeres Leben mit Fokus auf lesbische Sichtbarkeit und Stolz

Eine große Gruppe von Menschen, die vor einem Gebäude stehen und Fahnen und Plakate mit Texten halten, bei einer Christopher Street Day Parade in Berlin, mit Bäumen zu beiden Seiten und Gebäuden im Hintergrund.

Berlin feiert queeres Leben mit Fokus auf lesbische Sichtbarkeit und Stolz

Eine Feier des queeren Lebens fand diese Woche in Berlin statt – mit Fokus auf Freude und Sichtbarkeit

In dieser Woche wurde in Berlin das queere Leben gefeiert, wobei besonders Freude und Sichtbarkeit im Mittelpunkt standen. Das Programm umfasste Auftritte, Preisverleihungen und Diskussionen – alles mit dem Ziel, maskulin präsentierende und als männlich gelesene FLINTA-Personen durch Initiativen wie den ButchWalk* in den Vordergrund zu stellen.

Der Abend begann mit einem Auftritt des Chors D-Dur Dykes, die im Casablanca, einem kleinen Programmkino in Adlershof, Chappell Roans Good Luck, Babe! performten. Rund 30 Gäste nahmen an dem lesbischen Filmabend teil und sorgten für eine herzliche Stimmung zur anschließenden Preisverleihung.

Moderatorin Lydia Malmedie sprach über die Herausforderungen, denen queere Menschen außerhalb unterstützender Räume begegnen. Ihre Worte standen im Kontrast zum feierlichen Charakter der Veranstaltung, die von Maja Loeffler organisiert wurde – der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten von Marzahn-Hellersdorf.

Beim 5. Berliner Preis für lesbische Sichtbarkeit gab es 290 Anmeldungen, wie Gleichstellungssenatorin Cansel Kiziltepe bekanntgab. Til Fox, Gründerin von ButchWalk, erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis und betonte die Bedeutung, den Begriff butch mit Stolz zurückzuerobern. Monique King und Elodie Forget vom Lesberin Run & Social Club* erhielten jeweils 2.500 Euro für den zweiten und dritten Platz.

Die preisgekrönte Fotografin und ButchWalk-Model Deborah Moses Sanks beschrieb die Veranstaltung als seltene Gelegenheit, eine Seite von sich zu zeigen, die sie an anderen Orten oft verbergen muss. Den Abschluss bildete ein weiterer Auftritt der D-Dur Dykes mit Ebows Hymne Lesbian, der die Gäste in euphorischer Stimmung zurückließ.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Preise und Auftritte unterstrichen die Stärke der Berliner Queer-Community. ButchWalk und der Filmabend machten deutlich, wie wichtig Räume sind, in denen maskulin präsentierende FLINTA-Personen gesehen und gefeiert werden. Der Erfolg der Veranstaltung zeigt, dass die Sichtbarkeit von Lesben in der Stadt zunehmend anerkannt wird.

Quelle