Berlin kämpft um die Expo 2035 – kann die Stadt die Weltausstellung holen?
Mila VoigtBerlin kämpft um die Expo 2035 – kann die Stadt die Weltausstellung holen?
Neue Kampagne wirbt für Berlins Bewerbung um die Weltausstellung 2035
Eine neue Initiative setzt sich dafür ein, dass Berlin im Jahr 2035 die Weltausstellung (Expo) ausrichten soll. Die Veranstalter versprechen, dass das Großereignis Zehntausende Arbeitsplätze schaffen und Investitionen in Höhe von 10 Milliarden Euro in die Stadt bringen könnte. Zudem soll die Bewerbung die Infrastruktur, den Wohnungsbau sowie die Klimaziele der Hauptstadt nachhaltig voranbringen.
Am Mittwoch startet die Global Goals-Initiative die Kampagne "Ja zur Expo 2035 Berlin". Mit einem Werbefilm und vorformulierten Unterstützungsbriefen will sie die Bevölkerung für das Vorhaben mobilisieren.
Die Weltausstellung 2000 in Hannover hinterließ in Berlin kaum spürbare Spuren. Obwohl die Expo damals dezentral in ganz Deutschland stattfand, setzte sich keines der geplanten Berliner Projekte dauerhaft durch. Diesmal schlagen die Organisatoren vor, das Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel als Hauptveranstaltungsort zu nutzen.
Befürworter argumentieren, dass die Expo der Berliner Wirtschaft neuen Schwung verleihen und den Weg zur Klimaneutralität beschleunigen könnte. Zudem betonen sie mögliche Fortschritte im Wohnungsbau, in der Kultur und im sozialen Zusammenhalt. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) unterstützt die Bewerbung bereits.
Der regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat sich hingegen noch nicht festgelegt. Die Kampagne hofft, ihn mit öffentlichem Druck umstimmen zu können. Die vorformulierten Schreiben, die Unterstützer unterzeichnen können, werden bis Mittwoch im Kino International gesammelt und anschließend offiziell an sein Büro übermittelt.
Die Expo 2000 in Hannover war von einem Eklat überschattet worden, als Ernst August, Prinz von Hannover, den türkischen Pavillon beschmutzte. Die Verantwortlichen für 2035 dürften darauf bedacht sein, ähnliche Vorfälle zu vermeiden.
Gelingt die Bewerbung, könnte die Expo Berlins Zukunft prägen – mit neuen Arbeitsplätzen, Milliardeninvestitionen und nachhaltigen städtischen Verbesserungen. Nun kommt es auf die Reaktion des Bürgermeisters an – und auf die Unterstützung der Bevölkerung.






