22 March 2026, 06:01

Berlin rüstet sich für den 1. Mai: Tausende Demonstranten und Angst vor Krawallen

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Stadtstraße bei einer Demonstration, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ein Gebäude mit Rundbogenfenstern, Säulen und Skulpturen.

Linker Szene ruft zum 1. Mai mit Kampfparolen auf - Berlin rüstet sich für den 1. Mai: Tausende Demonstranten und Angst vor Krawallen

Berlin bereitet sich auf die traditionelle Maikundgebung vor – mehr als 10.000 Teilnehmer erwartet

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In Berlin laufen die Vorbereitungen für die jährliche Maidemonstration am 1. Mai, bei der die Organisatoren mit über 10.000 Teilnehmern rechnen. Die Veranstaltung, die in der Vergangenheit immer wieder durch Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei geprägt war, steht dieses Jahr unter dem Zeichen von Themen wie Klimawandel, steigenden Mietpreisen und dem Krieg in der Ukraine. Der Demonstrationszug startet am Oranienplatz in Kreuzberg und führt durch Neukölln bis zum Südstern.

Die Route führt die Teilnehmer entlang der Wiener Straße, unweit des Görlitzer Parks, wo gegen die nächtliche Schließung des Parks protestiert werden soll. Die Organisatoren warnten vor möglichen Angriffen auf Zäune und Tore des Parks. Linksextreme Gruppen nutzen dabei militante Rhetorik, um Anhänger zu mobilisieren – was die Sorge vor erneuten Ausschreitungen schürt.

Der 1. Mai in Berlin blickt auf eine lange Geschichte gewalttätiger Auseinandersetzungen zurück, auch wenn es in den letzten Jahren dank eines konsequenten Polizeieinsatzes weniger Zusammenstöße gab. Erst im vergangenen Juni hatte eine ähnliche Demonstration am Oranienplatz rund 3.500 Menschen versammelt. Damals kam es zu 19 Festnahmen, nachdem Demonstranten versucht hatten, das Rathaus zu stürmen und Streifenwagen attackierten. Die Beamten setzten Pfefferspray ein, mehrere Protestierende sowie zwei Polizisten wurden verletzt.

Doch die Aktionen der linksextremen Szene beschränken sich nicht auf den 1. Mai: Weitere Proteste sind für Mai im Ruhrgebiet sowie für September in Köln und Hamburg geplant. Die Demonstration wird ein breites Themenspektrum abdecken – von Autobahnausbau und Polizeigesetzen bis hin zur Lage in Palästina.

Die Behörden stellen sich angesichts der Vergangenheit und der Warnungen der Organisatoren auf mögliche Störungen ein. Die Kundgebung wird die Einsatzbereitschaft der Polizei auf die Probe stellen, wenn Tausende zusammenkommen, um ihre Forderungen zu artikulieren. Das Ergebnis könnte prägend dafür sein, wie künftige Proteste in der Stadt gehandhabt werden.

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