05 May 2026, 08:01

Berlin rüstet Stromnetz nach Brandanschlag mit massiven Sicherheitsvorkehrungen auf

Eine Liniengrafik, die den Stromausfall in Texas 2021 zeigt, mit Farben, die verschiedene Leistungsstufen anzeigen, und begleitendem Text.

Berlin rüstet Stromnetz nach Brandanschlag mit massiven Sicherheitsvorkehrungen auf

Vier Monate nach einem großflächigen Stromausfall in Berlin melden Behörden deutliche Fortschritte beim Schutz des städtischen Stromnetzes. Der Blackout, ausgelöst durch einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke, hatte 100.000 Anwohner und mehr als 2.000 Unternehmen ohne Strom zurückgelassen. Seither wurden die Sicherheitsvorkehrungen für die kritische Infrastruktur deutlich verstärkt.

Der Stromausfall begann am 3. Januar, nachdem mutmaßliche linksextremistische Täter eine Kabelbrücke in der Nähe des Kraftwerks Lichterfelde in Brand gesteckt hatten. Der Angriff legte weite Teile der Stadt lahm, unterbrach den Alltag und behinderte den Geschäftsbetrieb. Erst am 7. Januar konnte die Stromversorgung vollständig wiederhergestellt werden.

Als Reaktion darauf wurden die Sicherheitsmaßnahmen an zentralen Standorten massiv ausgeweitet. Die Zahl der Überwachungskameras an neuralgischen Punkten hat sich seit Januar verfünffacht. Auch das Sicherheitspersonal wurde um 260 Prozent aufgestockt. Zu den zusätzlichen Schutzvorkehrungen zählen nun verstärkte Zäune, hellere Beleuchtung und modernisierte Alarmanlagen.

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Die Stadt arbeitet zudem daran, künftige Störungen zu verhindern. Ein umfassender Plan zum Schutz der Berliner Infrastruktur soll im Mai dem Senat vorgelegt werden. Gleichzeitig laufen Gespräche mit Mobilfunkanbietern, um die Stabilität der Handynetze in Krisensituationen zu gewährleisten. Eine detaillierte Strategie zur Sicherheit der Mobilfunknetze wird bis Juni erwartet.

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey betonte die erreichten Fortschritte bei der Absicherung des Berliner Stromnetzes. Die kombinierten Maßnahmen – von zusätzlicher Überwachung bis hin zu verstärkten Schutzvorkehrungen – zielen darauf ab, das Risiko eines erneuten großflächigen Stromausfalls zu verringern. Die anstehenden Pläne des Senats sollen zudem Schwachstellen in den essenziellen städtischen Dienstleistungen weiter angehen.

Quelle