29 April 2026, 12:01

Berliner Bürgermeister entlässt Spitzenbeamtin nach Rechnungshof-Kritik

Gelblicher Zeitungsausschnitt mit schwarzer Tinte, Überschrift "Semanario Repúblicano Democrático Federal", Wort "Diskussion" sichtbar, leicht zerknittert.

Berliner Bürgermeister entlässt Spitzenbeamtin nach Rechnungshof-Kritik

Berliner Bürgermeister Kai Wegner hat Sarah Wedl-Wilson von ihrem Posten entbunden. Der Schritt folgt scharfer Kritik des Landesrechnungshofs und wachsendem Druck aus den eigenen Reihen. Wegner hat nun Thomas Heilmann als ihre Nachfolgerin vorgeschlagen, doch die Entscheidung steht noch nicht endgültig fest.

Wedl-Wilson, eine parteilose Beamtin, die ursprünglich von der CDU ernannt worden war, hatte selbst um ihre Abberufung gebeten, nachdem der Rechnungshof Bedenken geäußert hatte. Wegner handelte zügig und sah in der Entlassung eine Möglichkeit, sich von der Affäre zu distanzieren. Die Entscheidung traf er mit Rückendeckung von Dirk Stettner, dem Fraktionsvorsitzenden der CDU im Abgeordnetenhaus.

Innerhalb der Partei hatte sich der Druck bereits seit Wochen aufgebaut. Viele im Landesverband und in der Fraktion waren verärgert über Wegners Praxis, sie bei wichtigen Entscheidungen zu übergehen. Einige Mitglieder – darunter auch Wegner selbst – hatten sogar gefordert, Christian Goiny als haushaltspolitischen Sprecher abzulösen.

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Heilmann, ehemaliger Justiz- und Verbraucherschutzsenator, würde nach einer zehnjährigen Pause in die Berliner Regierung zurückkehren – sofern seine Ernennung bestätigt wird. Doch seine Berufung hängt noch von weiteren Gesprächen mit Wegner ab. Unterdessen hat die CDU noch keinen offiziellen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 20. September benannt – auch nicht, ob Wegner selbst erneut antreten wird.

Die Entlassung Wedl-Wilsons und die mögliche Rückkehr Heilmanns markieren einen Wandel in der Berliner Verwaltung. Die inneren Spannungen der CDU bleiben jedoch ungelöst, und wichtige Personalentscheidungen stehen noch aus. Die Ergebnisse der anstehenden Gespräche könnten die Strategie der Partei im Wahlkampf maßgeblich prägen.

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