26 March 2026, 10:01

Berliner Linke kämpft mit Petition gegen explodierende Mieten und Wohnungsnot

Plakat, das Berlin, Deutschland bewirbt, mit einer Statue, historischen Gebäuden, dem Fernsehturm, Passanten, Fahrzeugen auf einer Brücke und Text, der Stadtinformationen bereitstellt.

Berliner Linke kämpft mit Petition gegen explodierende Mieten und Wohnungsnot

Berlins Linke startet neue Initiative gegen explodierende Mieten mit der Kampagne "Berlin bezahlbar machen"

Seit Januar geht die Linke mit ihrer Kampagne "Berlin bezahlbar machen" von Tür zu Tür, um Unterstützung für eine Petition zu einer reformierten Mietenpolitik zu sammeln. Die Initiatoren betonen, es gehe nicht primär um Wahlkampf, sondern um nachhaltige Lösungen für die Wohnungsnot in der Hauptstadt.

In der Petition fordert die Partei schärfere Kontrollen gegen illegale Mieterhöhungen, eine Mietpreisbremse für kommunale Wohnungen sowie die Umsetzung des Volksentscheids von 2021, der die Enteignung großer Wohnungsunternehmen wie Deutsche Wohnen & Co verlangt. Diese Konzerne kontrollieren mehr als 10 Prozent des Berliner Mietmarktes – besonders betroffen sind Stadtteile wie Siemensstadt in Spandau. Kritiker innerhalb der Bewegung warnen jedoch, dass Begriffe wie "Enteignung" oder die Kritik an kommunalen Vermietern Mieter im Gespräch abschrecken könnten.

Bei einer jüngsten Versammlung berichteten über 20 Mieter von Heizungsausfällen und ignorierten Beschwerden gegenüber ihren Vermietern. Der Linken-Abgeordnete Michael Efler traf Bewohner, deren Probleme monatelang nicht behoben wurden. Tools wie die Mietwucher-App haben bereits geholfen, zu Unrecht erhobene Mieten zurückzuerstatten – in einem Fall führte dies sogar zu Bußgeldern gegen den Vermieter.

Die Kampagne gewinnt an Fahrt: Teilnehmer unterstützen die langfristige Ausrichtung. Niklas Schenker, wohnungspolitischer Sprecher der Partei, unterstreicht, dass Wähler konkrete Lösungen erwarten – nicht nur Wahlversprechen. Derweil reagiert der Senat auf den Druck und schafft 25 neue Stellen, um überhöhte Mieten zu prüfen.

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Die Initiativen der Linken kommen zu einer Zeit wachsender Verärgerung über die Berliner Wohnsituation. Sollten die Forderungen der Petition zusammen mit den neuen Senatsmaßnahmen umgesetzt werden, könnten strengere Mietkontrollen und mehr Verantwortung für Vermieter folgen. Die Aktivisten wollen die öffentliche Unterstützung nun in politische Weichenstellungen jenseits der nächsten Wahl umsetzen.

Quelle