17 March 2026, 00:33

Berliner Sportmuseum schließt bis 2026 – doch seine Schätze bleiben zugänglich

Das Deutsche Sport & Olympiamuseum in Berlin, Deutschland, ein Gebäude mit Fenstern und einer Tür, umgeben von Bäumen und Bannern mit Text und Bildern, unter einem bewölkten Himmel.

Berliner Sportmuseum schließt bis 2026 – doch seine Schätze bleiben zugänglich

Das Berliner Sportmuseum beherbergt eine der umfangreichsten Sammlungen zur Sportgeschichte Deutschlands. Mit über 100.000 Exponaten und 1,5 Millionen Fotografien dokumentiert es das athletische Erbe des Landes. Das Museum ist derzeit wegen Renovierungsarbeiten voraussichtlich bis Herbst 2026 geschlossen.

Die Wurzeln des Museums reichen bis in die DDR-Zeit zurück: Zwischen 1978 und 1990 entstanden in Ost-Berlin Pläne für ein zentrales Sportmuseum der DDR. 1995 wurde es in die Stiftung Stadtmuseum Berlin eingegliedert und zog zwei Jahre später an seinen heutigen Standort im Olympiapark Berlin.

Die Sammlung umfasst eine Bibliothek mit rund 37.000 Büchern zur Sportgeschichte, die drei Jahrhunderte abdecken. Zudem bewahrt sie alle Verbandszeitschriften aus Ost- und Westdeutschland der Jahre 1945 bis 1989 auf. Neben dem Hauptmuseum gehört auch das Berliner Wassersportmuseum in Grünau zum Verbund.

Der Zugang zur Bibliothek, zum Fotoarchiv und zu den allgemeinen Sammlungen bleibt nach Vereinbarung möglich. Forscher und Interessierte können Leihgaben oder Anfragen im Voraus telefonisch oder schriftlich anmelden.

Das Berliner Sportmuseum bleibt eine zentrale Anlaufstelle für Sportwissenschaftler und Enthusiasten. Trotz der vorübergehenden Schließung stehen seine Archive und Bestände weiterhin für Forschungszwecke zur Verfügung. Die Wiedereröffnung ist für Ende 2026 geplant.

AKTUALISIERUNG

Museum verlagert aufgrund von Renovierungsverzögerungen und Kostenbesorgnissen auf die Maifeldtribünen

Pläne sehen vor, dass das Berliner Sportmuseum bis 2025 auf die Maifeldtribünen umzieht. Das Projekt umfasst 12 Millionen Euro für Tribünenumbauten und 9 Millionen Euro für den Museumsaufbau in unterirdischen Kammern. Kritiker argumentieren, dass die Gesamtkosten von 21 Millionen Euro aufgrund von Feuchtigkeitsabdichtungsproblemen in fensterlosen Räumen übertrieben sind.

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