21 June 2026, 02:00

BGL warnt vor Chaos: 14 Monate Vollsperrung der Bahnstrecke Berlin–Lehrte

Güterzüge kritisieren Rekordschließung auf der Berlin-Lehrte-Strecke

BGL warnt vor Chaos: 14 Monate Vollsperrung der Bahnstrecke Berlin–Lehrte

Der Bundesverband Güterverkehr und Logistik (BGL) hat die Pläne für eine 14-monatige Vollsperrung der Bahnstrecke Berlin–Lehrte scharf kritisiert. Die langwierige Sperrung wird den Güterverkehr auf dieser wichtigen Ost-West-Achse massiv beeinträchtigen. Der Verband bemängelt, dass die ungewöhnlich lange Dauer einen negativen Rekord für solche Bauprojekte darstellt.

Die Deutsche Bahn weicht damit von ihren eigenen 2022 festgelegten Standards für Korridorsanierungen ab, die eine maximale Sperrzeit von fünf Monaten vorsahen. Diese Entscheidung sorgt in der Branche für zusätzliche Besorgnis. Gleichzeitig räumt der Verband ein, dass die dringend notwendige Modernisierung der Strecke – insbesondere die Erneuerung des veralteten Fester-Fahrbahn-Systems – nicht länger aufgeschoben werden kann.

Positiv bewertet wird hingegen die geplante Elektrifizierung des bestehenden dritten Gleises auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke. Allerdings werden keine der ursprünglich vereinbarten Aufwertungen auf dem Abschnitt Berlin–Lehrte umgesetzt. Neele Wesseln, Geschäftsführerin des Verbands, kritisierte die mangelhafte Kommunikation bei der Entscheidung, diese Verbesserungen zu streichen.

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Die Sperrung wird die bereits stark belasteten Ausweichrouten – vor allem die Strecke Magdeburg–Braunschweig – an ihre Grenzen bringen. Gleichzeitig laufende Baustellen auf anderen wichtigen Güterverkehrsachsen verschärfen die Situation zusätzlich.

Die langfristige Unterbrechung stellt die Güterverkehrsbranche in der Region vor erhebliche Herausforderungen. Die Streichung der geplanten Aufwertungen auf der Strecke Berlin–Lehrte verstärkt die Bedenken des Verbands. Güterverkehrsunternehmen müssen sich nun auf Monate der Behinderungen einstellen, da die Alternativrouten mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen kaum zurechtkommen werden.

Quelle