16 March 2026, 06:01

BKA in Berlin-Treptow: Großer Umbau mit ökologischen Auflagen und mehr Platz bis 2028

Ein detaillierter alter Stadtplan von Berlin, Deutschland, der Straßen, Parks, Gebäude, Bäume und Sehenswürdigkeiten zeigt.

BKA in Berlin-Treptow: Großer Umbau mit ökologischen Auflagen und mehr Platz bis 2028

Bundesamt für Kriminalpolizei (BKA) in Berlin-Treptow: Großer Umbau mit strengen Auflagen

Der Standort des Bundeskriminalamts (BKA) an der Puschkinallee im Berliner Ortsteil Alt-Treptow wird derzeit umfassend saniert und erweitert. Bis 2028 soll der Komplex um 8.000 Quadratmeter wachsen und der Behörde dringend benötigten zusätzlichen Platz bieten. Das Projekt, das Mitte 2023 an Hochtief PPP Solutions vergeben wurde, hat bereits mit Vorbereitungsarbeiten begonnen – allerdings nicht ohne ökologische Folgen.

Seit 1999 ist das BKA in Treptow ansässig, doch steigende Anforderungen an die Ermittlungsarbeit machten die Erweiterung notwendig. Das Bundesamt für Immobilienaufgaben (Bima) steuert das Vorhaben, das sowohl die Modernisierung bestehender Gebäude als auch den Neubau von Einrichtungen umfasst. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant.

Bevor die Bauarbeiten beginnen konnten, mussten zahlreiche Platanen auf dem Gelände gefällt werden. Als Reaktion darauf verhängte die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung strenge Umweltauflagen. Dazu gehören die Pflanzung mindestens eines einheimischen Baumes für jeden gefällten Baum, die Schaffung grüner Korridore sowie der Schutz von Lebensräumen gefährdeter Arten. Zudem muss der Boden während der Bauphase geschützt werden, wobei unabhängige Fachleute die Einhaltung überwachen.

Die Vorgaben sind rechtlich bindend und in die im Spätherbst 2024 erteilte Baugenehmigung integriert. Vierteljährliche Fortschrittsberichte sollen die Umsetzung dokumentieren, und ein Umweltbeauftragter wurde ernannt, um die Maßnahmen während des gesamten Projekts durchzusetzen.

Die Erweiterung wird dem BKA bis zum Ende des Jahrzehnts modernisierte Räumlichkeiten und zusätzliche Arbeitsflächen bieten. Die ökologischen Schutzmaßnahmen sollen den Verlust alter Baumbestände ausgleichen und die lokale Artenvielfalt bewahren. Die Bauarbeiten laufen bereits – unter strenger Aufsicht durch Hochtief PPP Solutions als verantwortlichem Bauunternehmen.

Quelle