BMZ schließt zwei UNIDO-Investitionsbüros bis 2026 wegen Haushaltskürzungen
Hannah RichterBMZ schließt zwei UNIDO-Investitionsbüros bis 2026 wegen Haushaltskürzungen
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird bis Ende 2026 zwei Büros zur Förderung von Investitionen und Technologietransfer (ITPO) schließen. Die Entscheidung ist Teil umfassender Haushaltskürzungen und beendet eine langjährige Zusammenarbeit mit der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO).
Die ITPO-Büros waren 2016 im Rahmen einer Vereinbarung mit der UNIDO eingerichtet worden. Ihre Aufgabe bestand darin, den Technologietransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer zu unterstützen. Die Finanzierung der Standorte wird Ende 2026 vollständig eingestellt, womit die Kooperation endet.
Allein im Jahr 2024 beliefen sich die Betriebskosten der ITPOs auf 1,7 Millionen Euro, für 2025 wurden Ausgaben in Höhe von 1,8 Millionen Euro erwartet. Das BMZ bestätigte, dass die Haushaltslage eine weitere Finanzierung unmöglich mache.
Die African Energy Chamber, eine südafrikanische Interessensvertretung, kritisierte den Schritt scharf. Sie warnte, dass die Schließung der ITPOs Investitionen in afrikanische Energie- und Industrieprojekte gefährden könnte.
Die Auflösung der Büros in Bonn und Berlin tritt zum Jahresende 2026 in Kraft. Die Entscheidung folgt finanziellen Zwängen und markiert das Ende der deutschen Förderung für diese von der UNIDO unterstützten Einrichtungen. Die African Energy Chamber äußerte Bedenken hinsichtlich der möglichen Folgen für Technologietransfer und Investitionen in Afrika.






