27 March 2026, 16:33

Brandenburgs Schulen kämpfen mit historischem Lehrkräftemangel nach Haushaltskürzungen

Offenes Buch mit detaillierter Karte von Brandenburg auf schwarzer Oberfläche.

Brandenburgs Schulen kämpfen mit historischem Lehrkräftemangel nach Haushaltskürzungen

Brandenburgs Schulen stehen vor dem schwersten Lehrkräftemangel ihrer Geschichte – das geht aus Aussagen des neuen Bildungsministers Gordon Hoffmann (CDU) hervor. Der Politiker macht die jüngsten Kürzungen unter der SPD-BSW-Regierung für die Verschärfung der Krise verantwortlich. Kritiker aus der Opposition hingegen argumentieren, dass die Probleme weit über das vergangene Jahr hinausreichen.

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Im Haushalt 2025 wurden 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte gestrichen, während die Schülerzahl für das Schuljahr 2025/26 auf 323.450 ansteigt. Hoffmann nannte diese Einschnitte als zentralen Grund für die aktuelle Notlage. Zudem verwies er auf eine zusätzliche Unterrichtsstunde pro Woche, die im zweiten Halbjahr eingeführt wurde und die Schulen weiter belastet.

Verantwortlich für die Kürzungen und die Mehrstunde waren der damalige SPD-Bildungsminister Steffen Freiberg und der frühere Finanzminister Robert Crumbach – beide sind inzwischen wieder in der Regierung tätig. Doch Hoffmanns Vorwürfe wies Friederike Benda, Landesvorsitzende des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), umgehend als "lächerlich" zurück.

Benda ging noch weiter und räumte ein, dass die Unterstützung ihrer Partei für die SPD-Bildungspolitik in der Vergangenheit ein Fehler gewesen sei. Die Probleme im brandenburgischen Schulsystem seien das Ergebnis jahrzehntelanger Fehlentscheidungen von CDU und SPD, betonte sie. Die aktuelle Misere sei nicht allein auf zwölf Monate Regierungszeit zurückzuführen.

Der Streit lässt Brandenburgs Schulen mit weniger Lehrkräften und mehr Schülern zurück. Während Hoffmann vor einem Rekordmangel warnt, kritisiert Benda das langjährige Politikversagen. Ohne schnelle Lösungen bleibt das Bildungssystem des Landes weiter massiv unter Druck.

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