Braunschweig plant neue Kita in der Weststadt gegen Betreuungsnotstand
Lina SeidelBraunschweig plant neue Kita in der Weststadt gegen Betreuungsnotstand
Braunschweiger Behörden stellen Pläne für neue Kita in der Weststadt vor
Die Stadt Braunschweig hat Entwürfe für eine neue Kindertagesstätte in der Unstrutstraße im Stadtteil Weststadt vorgestellt. Die Einrichtung soll den akuten Mangel an Betreuungsplätzen in der Gegend lindern. Bei einer Genehmigung im kommenden Monat könnte der Bau bereits 2028 beginnen.
Die geplante Kita in der Unstrutstraße entsteht in der Nähe bestehender Einrichtungen in der Ilmenaustraße und am Muldeweg. Trägereinrichtung wird der Caritasverband Braunschweig sein. Vorgesehen sind drei Krippengruppen, eine inklusive Gruppe sowie eine Kindergartengruppe. Ein zentrales Element ist ein 50 Quadratmeter großer Speiseraum, der gesunde Ernährung fördern und Kindern soziale Kompetenzen vermitteln soll.
Die Weststadt verzeichnet derzeit den höchsten Bedarf an Kinderbetreuung in der Stadt: Es fehlen 84 Krippenplätze und 63 Kindergartenplätze. Die Versorgungsquote liegt deutlich unter den Zielvorgaben: Nur 31,1 Prozent der Kinder erhalten einen Krippenplatz (Ziel: 45 Prozent), während die Kindergärten 93,5 Prozent abdecken (Soll: 102 Prozent). Das Projekt setzt auf serielle Modulbauweise und dient als Pilotvorhaben für künftige Bauten. Die Kosten sind auf 10 Millionen Euro festgeschrieben.
Der Verwaltungsausschuss wird über den Vorschlag in seiner Sitzung am 17. Juni entscheiden. Bei einer Zustimmung könnte die Bauphase von 2028 bis 2030 dauern.
Die neue Einrichtung würde gezielt die Lücke in der Weststadter Kinderbetreuung schließen und gleichzeitig schnellere, kostengesteuerte Bauverfahren erproben. Bei einer Realisierung käme der Stadtteil damit den städtischen Versorgungszielen für Krippe und Kindergarten einen Schritt näher.






