Britische Regierung hilft Heizöl-Haushalten mit 53 Millionen Pfund – doch Kritik bleibt laut
Hannah RichterBritische Regierung hilft Heizöl-Haushalten mit 53 Millionen Pfund – doch Kritik bleibt laut
Die britische Regierung hat ein Hilfspaket in Höhe von 53 Millionen Pfund für Haushalte angekündigt, die Heizöl nutzen – nach einer Verdopplung der Preise über Nacht. Kritiker bemängeln jedoch, dass die Unterstützung bei Weitem nicht ausreicht, da die meisten Familien lediglich 35 Pfund erhalten.
Schatzkanzlerin Rachel Reeves bestätigte die Mittel und erklärte, sie habe "das Geld aufgetrieben", um die Belastung für betroffene Haushalte zu lindern. Doch die Auszahlung von 35 Pfund pro Haushalt deckt nur einen Bruchteil der zusätzlichen Kosten von 350 Pfund ab, die nun beim Befüllen eines Standard-500-Liter-Tanks anfallen.
Nordirlands Erste Ministerin Michelle O'Neill verurteilte die Maßnahme als "Schlag ins Gesicht" für die Region, wo fast zwei Drittel der Haushalte auf Heizöl angewiesen sind. Die energiepolitische Sprecherin der Opposition, Claire Coutinho, begrüßte zwar die Unterstützung, forderte aber deutlich umfangreichere Hilfen. Auch Caroline Abrahams von Age UK würdigte den Schritt, drängte die Regierung jedoch, "weiterzugehen", um schutzbedürftige Haushalte besser abzusichern.
Bedenken gibt es vor allem wegen des begrenzten Umfangs des Programms, das voraussichtlich nur die ärmsten Familien umfasst. Kate Nicholls vom Branchenverband UK Hospitality forderte, auch Unternehmen ohne Netzanschluss, die auf Heizöl angewiesen sind, in die Förderung einzubeziehen. Unterdessen warnte Labour-Chef Sir Keir Starmer, es sei noch zu früh, um zu beurteilen, ob eine umfassendere Rettungsaktion für die Energiekosten nötig werde.
Das 53-Millionen-Pfund-Paket wird den 1,5 Millionen heizölabhängigen Haushalten nur minimale Entlastung bringen. Angesichts der stark gestiegenen Preise werden viele weiterhin Mühe haben, die deutlich höheren Kosten zu stemmen. Ob weitere Maßnahmen folgen, steht noch nicht fest.