Buckelwal nach spektakulärer Rettung auf dem Weg in die Nordsee
Gestrandeter Buckelwal wird nach aufwendiger Rettungsaktion in die Nordsee gebracht
Ein gestrandeter Buckelwal ist nach einer komplexen Rettungsaktion nun auf dem Weg in die Nordsee. Das Tier, das Anfang März erstmals in der Nähe von Wismar gesichtet worden war, wurde Anfang dieser Woche auf eine Barke gehoben. Behörden und Experten hatten tagelang daran gearbeitet, den Wal zu bergen, der sich auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand festgefahren hatte.
Ursprünglich war der Wal im Hafen von Wismar beobachtet worden, bevor er sich in der Nacht vom 22. auf den 23. März auf der Sandbank verfangen hatte. Zweifel an einem Erfolg der Rettung waren aufgekommen, da sich der Gesundheitszustand des Tieres zunehmend verschlechtert hatte.
Der entscheidende Moment kam am Dienstag, als der Wal vorsichtig auf die Barke verladen wurde. Tierärzte einer privaten Initiative begleiteten die Aktion, um seinen Zustand während der Fahrt zu überwachen. Anschließend nahm das Schlepperboot Robin Hood die Barke am Ausgang der Kirchsee-Lagune bei Poel in Schlepp.
In den frühen Morgenstunden heute hatte der Konvoi einen Punkt etwa sechs Seemeilen (11 Kilometer) südöstlich von Fehmarn erreicht. Die Route führt den Wal um die Nordspitze Dänemarks herum, durch den Skagerrak, bevor er in der Nordsee freigelassen werden soll.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) zeigte sich später erleichtert, dass die Aktion bisher reibungslos verlaufen sei. Die Reise des Wals wird voraussichtlich mehrere Tage dauern, begleitet von ständiger tierärztlicher Betreuung. Falls alles gutgeht, soll er in den tieferen Gewässern der Nordsee freigelassen werden. Der Erfolg der Mission hängt davon ab, ob sich das Tier während der Fahrt erholen kann.






