15 April 2026, 18:37

Bürger fordert schärfere Regeln gegen politische Falschinformationen in Kanada

Plakat mit zwei Personen, einer davon hält eine Waffe, mit Text zur Förderung von Spenden an den Canadian Patriotic Fund.

Bürger fordert schärfere Regeln gegen politische Falschinformationen in Kanada

Ein kanadischer Bürger hat sich für neue Regeln eingesetzt, um Falschinformationen durch Politiker einzudämmen. Federico Sanchez startete eine Online-Petition, in der er rechtliche Überprüfungen für falsche oder irreführende Aussagen von Abgeordneten forderte. Sein Vorschlag erhielt in nur vier Monaten fast 45.000 Unterschriften.

In seiner Petition rief Sanchez Kanada dazu auf, ein System ähnlich dem in Wales einzuführen, wo Gerichte Anordnungen gegen Politiker erlassen können, die Falschinformationen verbreiten. Er argumentierte, dass das Warten auf allgemeine Wahlen nicht ausreiche, um Abgeordnete für sachliche Fehler zur Verantwortung zu ziehen. Das aktuelle Verfahren, so seine Kritik, lasse die Wähler zwischen den Wahlen machtlos.

Die Antwort der Bundesregierung kam vom Fraktionsvorsitzenden des Unterhauses, Steven MacKinnon. Er betonte, dass Wahlen nach wie vor der Hauptweg für Kanadier seien, um ihre Vertreter zu beurteilen. MacKinnon verwies zudem auf weitere Möglichkeiten wie die Kontaktaufnahme mit Abgeordneten, das Unterzeichnen von Petitionen oder die Teilnahme an Parlamentsdebatten. Zudem wies er darauf hin, dass das Unterhaus bereits Befugnisse habe, Mitglieder zu disziplinieren, die gegen Regeln verstoßen oder sich respektlos verhalten.

Sanchez kritisierte die Antwort als abwertend und unrealistisch. Er stellte infrage, ob Petitionen tatsächlich Einfluss auf das Parlament hätten – angesichts des Ergebnisses seiner eigenen Kampagne. Sein Ziel war ein formelles System zur Überprüfung öffentlicher Aussagen von Abgeordneten, um das Vertrauen in die Regierung wiederherzustellen.

Die Petition endete mit fast 45.000 Unterschriften, doch ohne Zusage auf Änderungen. MacKinnons Antwort hob bestehende Instrumente für Bürgerbeteiligung und parlamentarische Disziplin hervor. Vorerst bleibt die Debatte darüber, wie politische Falschinformationen in Kanada bekämpft werden sollen, ungelöst.

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