BVG kündigt Werbedeal mit rechtem Medium Nius nach diskriminierendem Posting
Emil LangeBVG kündigt Werbedeal mit rechtem Medium Nius nach diskriminierendem Posting
BVG beendet Werbedeal mit rechtem Medium „Nius“
Der Berliner Verkehrsbetrieb BVG hat seine Werbepartnerschaft mit dem rechtspopulistischen Medium Nius gekündigt. Den Ausschlag gab ein umstrittenes Social-Media-Posting vom 3. Juni 2026, das ein nicht autorisiertes Werbemotiv enthielt. Die BVG begründete den Schritt damit, dass der Inhalt rechtliche Grenzen sowie eigene Maßstäbe für zulässige Meinungsäußerungen verletze.
Auslöser des Streits war ein Beitrag des Nius-Chefredakteurs Julian Reichelt, der auf Social Media ein Werbebild teilte. Darauf stand: „Wir werden bei beiden Geschlechtern immer beliebter.“ Das Design suggerierte fälschlich, es sei in einer Berliner U-Bahn zu sehen gewesen – die BVG bestätigte jedoch, das Motiv weder freigegeben noch ausgeschaltet zu haben.
Zunächst hatte sich die BVG von früheren Kampagnenmotiven distanziert, aber mangels rechtlicher Handhabe nicht eingegriffen. Der jüngste Post überschritt jedoch eine rote Linie, indem er nicht-binäre Geschlechtsidentitäten abwertend darstellte. Das Unternehmen urteilte, die Formulierung verstoße gegen die Grenzen der Meinungsfreiheit sowie gegen Antidiskriminierungsgesetze.
Als öffentliches Unternehmen betonte die BVG ihre Verpflichtung, grundlegende Rechte zu wahren. Gegen die Kampagne hatte es bereits wachsenden Protest und öffentliche Kritik gegeben. Die endgültige Entscheidung zur Vertragsauflösung diente der Durchsetzung rechtlicher und ethischer Standards.
Die Kündigung tritt sofort in Kraft und beendet sämtliche Zusammenarbeit zwischen BVG und Nius. Der Schritt folgt der Einschätzung, dass die Werbung sowohl gegen Werberichtlinien als auch gegen Diskriminierungsschutz verstieß. Künftige Partnerschaften sollen strenger geprüft werden, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden.






