Camdens Großbrand führt zu strengeren Brandschutzregeln in New Jersey
Ein Großbrand mit höchster Alarmstufe in der EMR-Metallrecyclinganlage im Südviertel von Camden im vergangenen Winter hat zu verschärften Brandschutzvorschriften im gesamten Bundesstaat New Jersey geführt. Der Feuerausbruch führte zu einer Vereinbarung über 6,7 Millionen US-Dollar zwischen der Stadt und EMR, um Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern und den Betrieb des Werks einzuschränken. Nun fragen sich Anwohner, ob ihre Bedenken in dem Deal ausreichend berücksichtigt wurden.
Der Brand in der EMR-Anlage Anfang 2024 löste landesweit Besorgnis aus und veranlasste die Behörden, strengere Auflagen für Recyclingbetriebe durchzusetzen. Städte wie Newark und Trenton führten verbesserte Brandbekämpfungssysteme und häufigere Kontrollen ein. Bis 2025 hatten diese Maßnahmen die Zahl der Brandvorfälle an ähnlichen Standorten um 25 Prozent reduziert, wie aus staatlichen Daten hervorgeht.
Bei einer jüngsten Sitzung des Stadtrats von Camden äußerten etwa ein Dutzend Anwohner ihre Frustration über die getroffene Vereinbarung mit EMR. Viele fühlten sich von den Verhandlungen ausgeschlossen und kritisierten, dass sie keine Möglichkeit hatten, ihre Beschwerden direkt gegenüber dem Unternehmen vorzubringen. Der Anwohner Kevin Barfield verwies auf frühere Probleme mit EMR, die möglicherweise zum Brand beigetragen hätten, während die Stadträtin Sheila Davis mehr Transparenz bei der Verwendung der Gelder für das Viertel forderte.
Die Vereinbarung selbst sieht unter anderem eine Modernisierung des Brandschutzsystems, eine Entschädigung für die Schäden an der Feuerwehr von Camden sowie eine Verringerung des Betriebsumfangs von EMR vor. Das Unternehmen muss zudem die Lagerkapazitäten begrenzen und die Höhe der Schredderberge reduzieren. Der Ratspräsident Angel Fuentes erkannte die Sorgen der Gemeinschaft an, lobte jedoch die Bemühungen von Bürgermeister Vic Carstarphen, diese anzugehen. Der Vizepräsident des Stadtrats, Arthur Barclay, lehnte weitere Stellungnahmen ab und verwies darauf, dass der Deal nicht offiziell auf der Tagesordnung der Sitzung stand.
Im April verabschiedete der Stadtrat zudem eine separate Verordnung zur Regulierung von Lithium-Ionen-Batterien – ein weiterer Schritt zur Erhöhung der Sicherheitsstandards.
Die 6,7-Millionen-Dollar-Einigung mit EMR umfasst strengere Sicherheitsvorkehrungen und eine Verkleinerung des Betriebsgeländes. Zwar zeigen staatliche Daten einen Rückgang der Brandvorfälle an vergleichbaren Standorten, doch die Anwohner fordern weiterhin mehr Mitsprache bei Entscheidungen, die ihr Viertel betreffen. Die Stadt hat zudem die Regulierung von Lithium-Ionen-Batterien vorangetrieben, um eine weitere Ebene der Brandprävention zu schaffen.






