17 March 2026, 02:02

CDU triumphiert bei Wiesbadener Stadtratswahl – AfD polarisiert zwischen Stadt und Land

Farbcodierte Karte von Kolkata, Indien, zeigt Bevölkerungsverteilungsprozentsätze, mit "Kolkata Wahl-Ergebnisse"-Text oben.

Stadtkapital Hat Gezählt - CDU Gewinne - CDU triumphiert bei Wiesbadener Stadtratswahl – AfD polarisiert zwischen Stadt und Land

Die CDU hat sich bei den Wiesbadener Stadtratswahlen als stärkste Kraft durchgesetzt und 26,5 Prozent der Stimmen geholt. Das entspricht einem Zuwachs von 3,0 Prozentpunkten seit 2021. Die nun offiziell bestätigten Ergebnisse spiegeln die landesweiten Verschiebungen wider, die sich bei den Kommunalwahlen in Hessen am 15. März 2026 abzeichneten.

Hessenweit führte die CDU mit 29,7 Prozent der Stimmen und legte im Vergleich zu 2021 zu. Die SPD folgte mit 20,2 Prozent und verlor damit weiter an Boden, während die Grünen deutlich auf 14,4 Prozent fielen – allein in Wiesbaden büßten sie 6,2 Punkte ein. Auch die FDP musste Federn lassen und kam nur noch auf 3,7 Prozent.

Die rechtspopulistische AfD verzeichnete hingegen spürbare Gewinne und erreichte hessenweit 15,9 Prozent. Allerdings variierte ihre Unterstützung regional stark. In Städten wie Wiesbaden kam die Partei auf 11,9 Prozent – weniger als die anfänglichen Prognosen von 12,7 Prozent – während sie in Frankfurt 21,0 Prozent und in Kassel 19,8 Prozent erzielte. In ländlichen Gebieten war die AfD dagegen deutlich stärker: In Gemeinden wie Ehrenberg (73,1 Prozent) und Haunetal (72,5 Prozent) erreichte sie überwältigende Mehrheiten.

In Wiesbaden selbst konnte die SPD leicht zulegen und stieg um 2,0 Punkte auf 22,3 Prozent. Die Grünen hingegen mussten deutliche Verluste hinnehmen und fielen auf 15,2 Prozent – ein spürbarer Rückgang gegenüber ihrem Ergebnis von 2021.

Die vorläufigen Ergebnisse bestätigen die Vorherrschaft der CDU sowohl in Wiesbaden als auch in ganz Hessen. Die uneinheitlichen Ergebnisse der AfD unterstreichen eine klare Stadt-Land-Spaltung, mit den höchsten Werten in kleineren Gemeinden. Gleichzeitig haben die Grünen und die FDP an Boden verloren – eine Entwicklung, die die politische Landschaft vor neuen Herausforderungen stellt.

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