Cebus Radverkehrs-Boom scheitert an maroder Infrastruktur und mangelnder Sicherheit
Hannah RichterCebus Radverkehrs-Boom scheitert an maroder Infrastruktur und mangelnder Sicherheit
In Cebu steigt das Radfahren – doch die Infrastruktur hinkt hinterher
Angesichts steigender Spritpreise und wachsender wirtschaftlicher Belastungen erlebt Cebu einen Boom des Radverkehrs. E-Bikes und E-Trikes, die bis zu 40 km/h schnell fahren können, bieten eine günstigere und umweltfreundlichere Alternative zu herkömmlichen Transportmitteln. Doch es gibt weiterhin Bedenken hinsichtlich Sicherheit, Disziplin auf den Straßen und der Fähigkeit der Stadt, diesen Wandel ordnungsgemäß zu bewältigen.
Viele Autofahrer in Cebu zeigen nach wie vor wenig Bewusstsein für Verkehrssicherheit, was das Unfallrisiko für Radfahrer erhöht. Die in den letzten Jahren angelegten Radwege liegen mittlerweile oft brach oder wurden zweckentfremdet. Einige dienen inzwischen als Parkplätze, während Schutzpollern entfernt oder beschädigt wurden.
Die Stadtverwaltung setzt sich zwar für den verstärkten Einsatz von E-Trikes auf Hauptverkehrsstraßen ein, doch die infrastrukturellen Probleme bleiben bestehen. In den vergangenen fünf Jahren gab es weder systematische Überwachungs- noch Instandhaltungs- oder Durchsetzungsprogramme. Ohne feste Wartungsprotokolle oder Kontrollteams werden die Radwege weiterhin schlecht verwaltet.
Experten warnen, dass der bloße Ausbau der Radwege nicht ausreicht. Vielmehr müssen Management, Sicherheitsvorkehrungen und Disziplin im Straßenverkehr Vorrang haben. Lokale Verantwortliche betonen zudem, wie wichtig es ist, dass die Barangays (Ortsteile) bei der Durchsetzung von Regeln und der Instandhaltung der Infrastruktur zusammenarbeiten.
Der Umstieg auf E-Bikes und E-Trikes könnte zwar die Transportkosten senken und die Emissionen verringern. Doch ohne strengere Kontrollen, bessere Wartung und mehr Verkehrsdisiplin bleiben die Risiken hoch. Bevor eine breitere Nutzung gelingen kann, müssen Cebus Straßen bereit sein.






