Chalamets Opern-Kritik löst weltweiten Shitstorm aus – Kultureinrichtungen kontern mit Fakten
Mila VoigtOpernhäuser schlagen mit Humor zurück - Chalamets Opern-Kritik löst weltweiten Shitstorm aus – Kultureinrichtungen kontern mit Fakten
Timothée Chalamet hat heftige Kritik geerntet, nachdem er Oper und Ballett als überholte Kunstformen abgetan hatte. Der Schauspieler behauptete, diese Genres hätten kein echtes Publikum mehr – eine Aussage, die prompt weltweite Reaktionen von führenden Kultureinrichtungen auslöste. Viele Künstler und Institutionen konterten seine Äußerungen mit Humor und handfesten Fakten.
Der Streit begann, als Chalamet erklärte, er wolle nur noch in Kunstformen arbeiten, die ein "wirkliches Publikum" hätten. Dabei deutete er an, Oper und Ballett seien für die Menschen heute irrelevant – eine Bemerkung, die sowohl Fans als auch Fachleute brüskierte.
Die Bayerische Staatsoper reagierte mit einem Video, das ausverkaufte Ballettaufführungen zeigte und damit seine Behauptung direkt widerlegte. Die Wiener Staatsoper ging spielerisch vor: Sie befragte junge Zuschauer zu ihrem Operninteresse und lud Chalamet anschließend zum Besuch ein. Die Grammy-prämierte Opernsängerin Isabel Leonard zeigte sich unterdessen schockiert über seine Abwertung der Kunstformen.
Auf der anderen Seite des Atlantiks teilte die New Yorker Metropolitan Opera ein TikTok-Video, in dem Mitarbeiter, Musiker und ausverkaufte Häuser dem Schauspieler gewidmet waren. Die Los Angeles Opera bot fast ausverkaufte Tickets für Achnaton an und deutete sogar kostenlose Plätze an. Das Londoner Royal Opera House veröffentlichte Probenaufnahmen und Bilder von begeisterten Zuschauern, während die Canadian Opera eine öffentliche Umfrage zur Bedeutung der Oper startete.
Auch der Tänzer und Choreograf Amar Smalls meldete sich zu Wort und betonte, dass Oper und Ballett nach wie vor hohe Kunstformen seien, die lebendige, hochqualifizierte Aufführungen erforderten. Trotz des Aufruhrs hat sich Chalamet seitdem nicht mehr zu dem Thema geäußert.
Die großen Opernhäuser und Künstler reagierten mit Witz und Beweisen – und bewiesen damit, dass diese Kunstformen nach wie vor ein treues Publikum anziehen. Langfristige Maßnahmen zur Steigerung der Relevanz wurden zwar nicht angekündigt, doch die spontane Gegenwehr im Netz unterstrich ihre anhaltende Beliebtheit. Die Debatte bleibt ungelöst, Chalamet schweigt seit seinen ursprünglichen Äußerungen.






