Charité plant milliardenteure Zukunft mit vier expandierenden Standorten bis 2050
Mila VoigtCharité plant milliardenteure Zukunft mit vier expandierenden Standorten bis 2050
Charité plant milliardenschwere Expansion und Modernisierung seiner vier Standorte
In den kommenden Jahrzehnten will die Berliner Charité ihre vier Standorte deutlich ausbauen und modernisieren. Das ehrgeizige Vorhaben umfasst neue Forschungsgebäude, hochmoderne medizinische Einrichtungen und eine erhebliche Erweiterung der Nutzflächen. Finanziert wird das Projekt gemeinsam vom Bund und dem Land Berlin – die Investitionen sollen bis 2050 Milliardenbeträge erreichen.
Noch bis Ende 2023 sollen in Wedding zwei neue Forschungsgebäude für die Charité und die Technische Universität fertiggestellt werden. Gleichzeitig entsteht auf dem Gelände der Virchow-Klinik das Deutsche Herzzentrum, ein zentraler Bestandteil des Charité-Netzwerks, das mit 400 Millionen Euro aus Mitteln Berlins und des Bundes gefördert wird.
Der Campus Mitte, bereits jetzt ein zentraler Knotenpunkt, wird grundlegend umgestaltet: Ein neues "Zwillingsturm"-Gebäude entsteht neben dem bestehenden Hochhaus und erhöht die Nutzfläche um mindestens 15 Prozent. Zudem könnten die historischen, denkmalgeschützten Bauten des Campus künftig die derzeit über mehrere Standorte verteilten Verwaltungsabteilungen der Charité aufnehmen.
Auch der Campus Benjamin Franklin in Steglitz erhält im Rahmen der Modernisierung ein 16-stöckiges Gebäude. Das markante Wohnheim auf dem Campus Mitte wird um einen noch höheren Neubau erweitert, der moderne medizinische Einrichtungen beherbergen soll.
Ursprünglich waren bis 2050 Investitionen in Höhe von 5,5 Milliarden Euro veranschlagt. Durch die erwartete Unterstützung des Berliner Senats beläuft sich das Gesamtbudget nun jedoch auf rund sieben Milliarden Euro.
Die Expansion wird die vier Charité-Standorte in Berlin grundlegend verändern – mit mehr Platz, modernster Technik und erweiterter Forschungskapazität. Da Bund und Land die Finanzierung zugesichert haben, können die Bauarbeiten in den nächsten drei Jahrzehnten voranschreiten. Ziel des Projekts ist es, die Position der Charité als führende medizinische und akademische Einrichtung weiter zu stärken.






