Chega sichert sich Sitz im Verfassungsgericht – PSD noch ohne Bestätigung
Emil LangeChega sichert sich Sitz im Verfassungsgericht – PSD noch ohne Bestätigung
Chega-Chef André Ventura hat eine Einigung mit der Sozialdemokratischen Partei (PSD) über wichtige richterliche Personalentscheidungen bekannt gegeben. Die am 24. März 2026 veröffentlichte Vereinbarung sichert seiner Partei einen Sitz im Verfassungsgericht. Die PSD hat die Abmachung, die auch andere hochrangige Gremien betrifft, bisher noch nicht bestätigt.
Laut den berichteten Bedingungen erhält Chega einen der drei dem Verfassungsgericht zugewiesenen Sitze. Zwei Kandidaten würden von der PSD nominiert, der dritte von Chega. Ventura erklärte, seine Partei werde zudem einen einzigen Vertreter im Staatsrat behalten, einem Beratungsgremium des Präsidenten.
Die Sozialistische Partei (PS) verliert im Rahmen der Änderungen einen ihrer beiden Sitze im Staatsrat. Darüber hinaus wird Chega zwei Schattenminister in den Obersten Rat der Richterschaft entsenden. Die gleiche Anzahl wird dem Obersten Rat der Staatsanwaltschaft beitreten.
Die Vereinbarung verändert die Machtverhältnisse in Portugals Justizinstitutionen. Chega gewinnt in mehreren Schlüsselgremien an Einfluss, während die PS ihre Präsenz im Staatsrat reduziert sieht. Die offizielle Bestätigung der PSD für die Abmachung steht noch aus.






